US-Geldmenge sinkt
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 12. Januar 2004 18:00 Uhr
ENL5462
*** Die US-Geldmenge sinkt! Von August bis November ist die Geldmenge M3 so schnell wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1960 gesunken.
*** Auch wenn ich den Grund für den Rückgang der US-Geldmenge nicht genau weiß – die Auswirkungen kann ich erraten: Statt einer realen Erholung ... steht der US-Wirtschaft eine reale Rezession bevor. Ich zitiere noch einmal meinen Freund Terry Reik:
"Ich sehe die jüngsten monetären und fiskalischen Stimulierungen und den Konsum und das Geldleihen, die dadurch gestärkt wurden, nur als eine Verzögerung des unausweichlichen Prozesses der Rationalisierung, der Schuldenreduktion und ( ...) des Sparens. Eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung ist in den USA noch nie mit so einem Leistungsbilanzdefizit und so geringen Sparraten eingetreten. Und ich erwarte auch nicht, dass es diesmal so sein könnte."
*** "Große Gesellschaften wie Enron gehören zu den Top-Geldgebern von Bush", so eine Schlagzeile im International Herald Tribune. Ich habe dafür eine Erklärung.
Wir leben in einem degenerierten Zeitalter, in dem sowohl die amerikanische Wirtschaft als auch die amerikanische Regierung durch das "leichte Geld" korrumpiert worden sind. Warum soll man sich viel Mühe machen, wenn man Geld einfach aus dem Nichts schaffen kann? Die Unternehmen machen sich nicht mehr die Mühe, Geld zu verdienen, indem sie Güter herstellen und verkaufen. Stattdessen machen sie direkt Geld. Die Finanzunternehmen sind mittlerweile für fast 40 % der gesamten Unternehmensgewinne verantwortlich. Warum geben die Finanzunternehmen soviel Geld an Bush? Weil sie die einzigen Unternehmen sind, die noch Geld haben, das sie geben können.
Und es sind die einzigen Unternehmen, die ein Motiv dafür haben. Wer hat mehr zu verlieren, wenn das halsbrecherische Schuldenmachen und Geldausgeben der Bush-Jahre nicht weitergeht? Wessen Kunden werden geschröpft?
Es ist dekadent. Es ist ekelhaft. Aber so ist das in Amerika, im Jahr 2004 ... das ist das neue Babylon, das gegenüber den Wüstenstämmen so selbstlos ist wie das alte Babylon ...
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