Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Aktien
vom
es ist schon faszinierend, dem aktuellen Treiben zuzusehen. Zum Verlauf am Dienstag schrieb ich "US-Daten hieven Dow Jones auf Viereinhalb-Jahres-Hoch", zum Mittwoch dann "US-Daten schicken Börsen auf Talfahrt". Für den gestrigen Verlauf im Dow Jones könnte ich heute schreiben, dass die Daten den Index erst nach oben und dann nach unten schickten.
US-Daten lösen erneut Kurssprünge aus
Der EZB-Zinsentscheid um 13:45 Uhr war noch ein Non-Event, beließ die Europäische Zentralbank den Leitzins doch erwartungsgemäß unverändert bei 1,00 %. Dies beeinflusste den Handelsverlauf kaum. Aber kurz nach Veröffentlichung der wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 14:30 Uhr stieg der Dow Jones erst an, eine viertel Stunde später gab er aber genauso schnell auch wieder nach.
(Quelle: CFX-Broker) Dow Jones, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 365.000 gefallen, nach 392.000 (revidiert von 388.000) in der Vorwoche. Erwartet wurden 375.000 neue Anträge.
Also eigentlich keine schlechten Zahlen, da sie besser als erwartet ausfielen. Diese Erkenntnis hatte wohl auch den Kurssprung ausgelöst. Doch die Anleger schienen sich darauf zu besinnen, dass die Zahl damit immer noch recht hoch ausfiel, und so ließ die gute Laune entsprechend schnell nach.
ISM-Index holt die dicke Keule raus
Die dicke Keule wurde allerdings erst mit dem ISM Dienstleistungsindex ausgepackt, der um 16:00 Uhr veröffentlicht wurde. Der ISM Non-Manufacturing Index (NMI) notiert im April mit 53,5 deutlich unter den Erwartungen, die den Index im Bereich von 55,5 bis 56,5 sahen. Im Monat zuvor stand der Index noch bei 56,0.
Damit fiel der Index auch weit auseinander mit seinem Pendant für das verarbeitende Gewerbe, den ich am Dienstag für das Viereinhalb-Jahres-Hoch im Dow Jones verantwortlich machte. Und dieser Rückgang des so wichtigen Dienstleistungsbereichs machte dem Dow Jones dann schon schwerer zu schaffen und schickte ihn endgültig Richtung Süden.
(Quelle: CFX-Broker) Dow Jones, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen
US-Daten prügeln auch den DAX nach unten
Der DAX rutschte unterdessen erneut deutlich stärker ab als die US-Indizes. Im folgenden DAX-Chart sehen Sie die Auswirkungen der US-Daten in den letzten zwei Tagen.
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, 1-Minuten-Kerzen
In diesem Chart dürfte unstreitig sein, dass gerade die US-Daten den DAX immer wieder nach unten prügeln. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht vor den US-Daten gewarnt (Stichwort: "US-Daten werden über Wohl und Wehe entscheiden").
Ist Ihnen auch aufgefallen, dass der Ölpreis inzwischen ebenfalls recht deutlich nachgegeben hat. Möglicherweise auch ein Hinweis auf eine Konjunktureintrübung?
Deutliche Underperformance
Interessant finde ich auch, dass sich der DAX seit den Kursen über 7.200 Punkten Mitte März deutlich schlechter entwickelt als der Dow Jones (siehe folgender Chart).
(Quelle: Ariva.de) Index-Vergleich DAX vs. Dow Jones vom 14. März bis heute
Der Dow Jones konnte am Dienstag sein 4,5-Jahres-Hoch markieren, während der DAX noch immer deutlich hinten liegt. Knapp 6% verlor der DAX gegenüber dem Dow Jones in den letzten 1,5 Monaten. Und das, obwohl die Daten in Deutschland doch gerade in diesem Zeitraum viel besser ausfielen als in den USA.
Schere durch Schuldenkrise geöffnet?
Wie im folgenden Chart zu sehen ist, hat sich die Schere insbesondere auch im Rahmen der Euro-Krise 2011 ausgeweitet. Mitte 2011 fiel der DAX im Rahmen des kleinen Crashs deutlich stärker zurück als sein US-Pendant, was ja auch verständlich ist. Denn wir befinden uns inmitten von krisengeplagten Euro-Ländern, während sich die Märkte in Übersee gegenüber Schuldenproblemen quasi immun zeigen - trotz ebenfalls gehöriger Haushaltsdefizite.
(Quelle: Ariva.de) Index-Vergleich DAX vs. Dow Jones von 2008 bis heute
Ich bin sehr gespannt, wie sich die beiden Indizes zukünftig zueinander entwickeln.
Das Ende der Mittelschicht
Schock und Wut bei den Normalverdienern: Die „Zins-Walze“ macht die Sparzinsen platt. Millionen Anleger leiden unter der stillen Enteignung. Was können Sie noch tun?
J. Schmitt hat die Lage eingehend analysiert und gibt Ihnen 3 Empfehlungen, was Sie jetzt tun können. Sie lesen hier seinen Sonderbericht zur Situation der Geldanleger und erfahren alles über seine derzeitige Top-Empfehlung – ein Unternehmen, das überall im Internet „Mautstellen“ besitzt, durch die bereits pro Sekunde 4.500 $ durchlaufen! Doch handeln Sie, bevor alle in die große Panik verfallen.
- Kommentar von Mohmand
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, wie Sie selbst ausdrücken, die Börse geht täglich hoch und runter und weder die klassische Chartechnik noch Ihre Elliott-Wellen-Theorie können Ihnen mit Sicherheit sagen, wann und wie viel die Börsen steigen oder fallen werden.Stimmt,s? Ich habe Ihnen meine Prognose für die laufende Abwärtsbewegung schon vor Wochen mitgeteilt und sie ist bis heute ganz gut .Obwohl die Börse ihre Abwärtsbewegung noch nicht beendet hat,kann ich Ihnen schon jetzt sagen, dass das von mir für Dax prognostozierte Tief bei ca. 6500 bleiben und dann auf ca. 7270 steigen wird.Die Trendwende ist fast da. Auch die Börsen bewegen sich nach quantenmechanischem Determinismus.Meine Theorie der Elementarwellen beweist das mir tagtäglich. Ich hoffe, dass Sie bald die Theorie der Elementarwellen in der Charttechnik in einem Buch von mir lesen können. Mit vielen Grüßen.Mohmand
Antworten- Kommentar von Mohmand
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, bei meinem gestrigen Kommentar habe ich einen Fehler gemacht. Das Aufwärtspotential für Dax bei der kommenden Aufwärtsbewegung beträgt über 1400 Pkt. D.h., Dax wird von 6500 auf ca. 7928 Pkt. zulegen.Die alte Angabe von 7270 waren falsch. Mit vielen Grüßen.Mohmand
Antworten- Kommentar von Mohmand
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, das Aufwärtspotential am Ende der seit 2003 laufenden aufwärts gerichtetetn langfristigen Elementarwelle reicht am Ende dieser Elementarwelle für Dax bis 8965+- 100.Diese Prognose hatte ich schon damals aufgrund meiner Analyse erhalten, als Dax in Oktober 2011 sein Tief bei 4965 erreichte.Ich hatte aber diese Analyse damals für einen Fehler gehalten.Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass diese Analyse der Prognose richtig ist. Mit vielen Grüßen. Mohmand
Antworten- Kommentar von Mohmand
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, diese Korrektur wird leider nicht beim letzten Daxtief(6375) beendet werden, da das zu erwartete Daxtief nach meiner neuen Berechnung bis ca 5654+-100 gehen wird. Erst nach dem Erreichen dieses Daxtief kann Dax wieder steigen. Mit vielen Grüßen.Mohmand
Antworten