US-Daten enttäuschen
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 1. Februar 2012, 08:30 Uhr
ENL5454
die letzten Tage waren etwas Besonderes. Es war nicht nur die Tatsache, dass immer mehr (vor allem amerikanische) Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen enttäuschten, sondern vor allem der Umstand, dass die Börsen das auch wahrnahmen. Zögerlich, zaghaft und widerwillig. Aber immerhin. Einfach ist das nicht in dem ganzen Bullengetöse, wo sich die Analysten wieder gegenseitig mit Kurszielen übertreffen und gar nicht merken (wollen), dass halb Europa bereits in einer schweren Rezession steckt, die sich im Jahresverlauf weiter ausbreiten wird.
Da werden es auch die USA schwer haben, sich wachstumsmäßig davon abzukoppeln. Das käme sehr ungelegen in einem Präsidentenwahljahr. Aber es wird trotzdem so kommen. Noch geben die Daten keinen Anlass zur Panik. Aber die jüngsten Einbrüche fallen bereits recht kräftig aus. Ein Auszug aus dem gestrigen Datenreigen: Der Index für das Verbrauchervertrauen fiel im Januar von 64,5 auf 61,1, erwartet wurde ein Wert von 68,4. Der Chicago Einkaufsmanagerindex fiel im Januar von 62,5 auf 60,2, erwartet wurde ein Wert von 62,8. Der Case-Shiller Hauspreisindex November fiel zum Vorjahresmonat um -3,7%, erwartet wurde ein Rückgang um -3,2% nach -3,4% zuvor.
Wie wird da wohl der nationale ISM-Einkaufsmanagerindex heute Nachmittag ausfallen? Und werden die Börsen weiter munter Vorschusslorbeeren verteilen? Die Luft wird langsam dünn.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Christian Kallaehne (01.02. 2012 11:59 Uhr):
Fuer mich ist Herr Voigt mit seinem dauernden Weltuntergang und dem immer bearishen Bias der perfekte Kontraindikator...alle grossen Bewegungen nach oben in diesem und im letzten Jahr verpasst ...das muss man auch erst mal schaffen...Also noch ein paar Proyente nach oben dann wird Voigt wohl kippen und zum Bullen mutieren...dann wirds Zeit die dicken Gewinne einzustreichen...
Antworten - Kommentar von Auerbach (01.02. 2012 15:09 Uhr):
Die Entwicklung der Indizes Dax und Dow laufen scheinbar der wirtschaftl. Entwicklung entgegen. Dies nun schon seit ca. 6 Wochen in der sich eine signifikante Aufwärtsbewegung selbst über markante Widerstände abzeichnet. Sind diese Käufer zu sorglos oder wissen diese Personen mehr als bisher bekannt ist? H. Auerbach
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