US-Bankenpläne führen zu Unsicherheit – USD belastet
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 22. Januar 2010, 12:00 Uhr
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USD/JPY handelte heute nahe einem 1-Monats-Tief bei 89,79. Und auch EUR/USD kann sich seit gestern wieder leicht erholen und handelte zeitweilig wieder über 1,4150.
Obamas Bankenpläne belasten US-Dollar
US-Präsident Obama hat den Banken den Kampf angesagt!
Obama plant die Größe und Handlungsaktivitäten der amerikanischen Banken einzuschränken. So soll auch der Wertpapierhandel der Banken, den diese auf eigene Rechnung ausüben, eingeschränkt werden.
Dies mag den Wählern gefallen, den Finanzmärkten dagegen hat es einen leichten Schock verpasst. Die Unsicherheit wächst und derartige Pläne sind nicht gerade dazu angetan, die Kapitalzuflüsse in die USA langfristig zu gewährleisten. Der Großteil der Investoren geht davon aus, dass dieses Vorgehen die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Finanzinstitute deutlich untergräbt.
Sollten die Pläne umgesetzt werden, dürfte sich dies negativ auf die Liquidität im US-Finanzmarkt auswirken.
Dementsprechend konnte der US-Dollar diesmal nicht von wachsender Unsicherheit profitieren, sondern geriet stattdessen im Zuge dieser Pläne unter Druck. Allerdings zweifeln noch viele an der tatsächlichen Umsetzbarkeit dieser Pläne. Mit Widerstand aus der Finanzlobby ist zu rechnen - und die Vorlagen müssen erst noch den Kongress passieren.
EUR/USD der gestern bis auf 1,4028 gefallen war konnte im Anschluss heute bis auf 1,4165 steigen. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,4140 . Unterstützung ergibt sich bei 1,4115 und hernach 1,4070. Sollte die Unterstützung nach unten durchbrochen werden, dürfte wohl erneut ein Angriff auf die 1,40er Marke im Raum stehen. Sollte EUR/USD allerdings die 1,42 wieder überschreiten können, bleibt abzuwarten, wie viele Verkaufsorder hier im Markt vorhanden sind. Eine Überschreitung der 1,4220 und hernach 1,4240 könnte dann aber weiteres Potenzial nach oben, bin in Richtung der 1,44 eröffnen.
Quelle: CFX-Broker
Von gegenwärtiger Unsicherheit und wachsender Risikoaversion konnte insbesondere JPY profitieren. USD/JPY handelte heute kurzzeitig unter 90. Ein kritisches Level für die Japaner. Finanzminister Kan hatte wiederholt klar gestellt, dass er einen schwächeren Yen favorisiere. Er hält eine Range zwischen 90 und 95 für angemessen im Sinne der exportorientierten Unternehmen Japans. Allerdings dürfte auch bei einer nachhaltigen ersten Unterschreitung der 90er Marke, einer tatsächlichen Intervention, wohl zunächst eine verbale Intervention vorausgehen.
Aktuell notiert USD/JPY wieder über 90 bei 90,27. Kurzfristig könnte das Ziel bei 90,58 und hernach 91,07 liegen. Ein Rückgang unter 90,20 könnte allerdings erneut Abwärtsdruck bis unter die 90er Marke nach sich ziehen, bis in den Bereich um 88,80.
Quelle: CFX-Broker
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