US-Banken: Nach Ölscheichs steigen jetzt auch Chinesen ein
Profit Radar
vom 21. Dezember 2007 19:00 Uhr
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Nun, das sind drastische Worte. Wer sich betrinken will, statt an der Börse Geld zu verdienen, kann das ruhig machen. Ich will das auch gar nicht weiter kommentieren. Was die „gierigen Affen“ anbelangt, so braucht man nicht mit dem Finger auf die USA zu zeigen. Denn bei schlecht abgesicherten Hypothekenkrediten haben auch deutsche Banken kräftig mitgemischt und sich dabei gehörig die Finger verbrannt.
Und ganz ehrlich: Wenn ich mir so manche Leser-Mail anschaue, wo ich gefragt werde, ob man nahe Höchstkursen noch in hochgepeitschte Solar- oder Ölwerte einsteigen soll, dann ist auch hier die Gier verbreitet.
Bei der US-Banken-Aktie, die wir im Wall Street Radar vorgestellt haben, handelt es sich übrigens um JPMorgan, eine der weltweit größten Investmentbanken. JPMorgan ist nach unserer Einschätzung weniger von der Kreditkrise betroffen als auch andere US-Banken. Die Aktie ist im Sog der Kredit-Krise aber ebenfalls unter die Räder geraten. An der Börse nennt man das Sippenhaft.
Das gibt uns aber die Chance, in einen weltweit agierenden Blue Chip mit einem tiefen Limit einzusteigen. Denn für mich liegt in jeder noch so massiven Krise auch eine Chance. Am Mail von Herrn G. kann man sehen, dass wir vor allem eine Vertrauenskrise habe. Sobald sich aber die Stimmung bessert, werden diese nieder geprügelten Aktien wieder massiv steigen.
Vielleicht ist Ihnen aufgefallen: Neben milliardenschweren arabischen Staatsfonds aus der Golfregion steigen jetzt auch verstärkt chinesische Staatsfonds in US-Banken ein. Denn die haben längst begriffen, dass man auch mit „gierigen Affen“ gutes Geld verdienen kann.
Für den Wall Street Radar werden wir die Strategie der ausgebombten, spottbillig bewerteten US-Blue Chips im neuen Jahr weiter ausbauen. Dazu gibt es bereits eine erfolgserprobte Strategie, die sich „the dog of the Dow nennt“: Blue Chip mit niedrigem KGV, aber hoher Dividendenrendite. Diese decken wir aber mit hoch-gehebelten Optionsscheinen. So können Sie aus einem Kursanstieg von wenigen Prozent schnell eine Performance von 30%, 40% oder mehr machen.
Doch jetzt wünschen meinen Börsenkollege Daniel Wihelmi und ich Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und ein paar erholsame Tage. Sie hören von uns im neuen Jahr nach dem Ende der Weihnachtsferien wieder.
Ihr
Volkmar Michler
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