US-Automarktdaten
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 04. Juni 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Na, wenn es um das eigene Auto geht, dann drückt selbst der amerikanischen Patriot ein Auge zu? Anders ist die steigende Nachfrage nach deutschen Autos in Amerika doch nicht zu erklären, oder?
Besonders glänzte Porsche. Porsche konnte die Anzahl der verkauften Autos in Amerika um satte 34 % steigern. Es ist die Erfolgsstory des neuen Geländewagens "Cayenne", der Porsche diesen Anstieg verdankt. Denn der 911er und der Boxter mussten einen Rückgang um 27 % verschmerzen. Es spricht aber für das Management von Porsche, diese Entwicklung rechtzeitig erkannt und entsprechend reagiert zu haben. So kann Porsche seine Erfolgsstory durch diese dritte Modellreihe, wie erhofft, langfristig absichern.
Bei BMW und Mercedes-Benz fallen die Zahlen schon wesentlich moderater aus. BMW kann immerhin 9 % mehr Autos verkaufen, DaimlerChrysler nur 6 % mehr Mercedes Benz Fahrzeuge. Aber trotz Sättigungstendenzen auf dem amerikanischen Markt immer noch erfreuliche Zahlen. Nur Volkswagen hinkt mal wieder etwas hinterher und bildet das Schlusslicht der Deutsche Autobauer mit einem Rückgang der Verkaufszahlen um 13 %.
Nicht ganz so mager, aber schwächer sehen die Autoabsatzzahlen der amerikanischen Autobauer aus. Chrysler macht hier Sorgen, ein Rückgang von 3 % ist zu verzeichnen. Aber auch Ford setzte in Amerika 0,7 % weniger Fahrzeuge ab. General Motors konnte zwar leicht zulegen, aber nur durch einen aggressiven Preiskampf. Wenn dieser Preiskampf mit 0 % Finanzierung und anderen Kaufanreizen so weiter geht, werden die Amerikaner irgendwann noch Geld dafür kriegen, dass sie sich ein neues Auto nehmen.