US-Arbeitsmarktdaten sorgen für Feierlaune
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 7. Februar 2012, 13:00 Uhr
ENL5454
im Rahmen der Konjunkturdaten für Europa bin ich gestern auch auf den europäischen Arbeitsmarkt eingegangen. Die Arbeitslosenquote hält sich hier auf hohem Niveau. Auch für Deutschland und die USA gab es neue Zahlen zu diesem Thema. Und diese fielen, wie zuletzt gewohnt, im direkten Vergleich mit Europa wieder deutlich besser aus.
Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin stark
So setzte sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland auch im Dezember 2011 fort. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, übertraf die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit 41,4 Millionen Personen erneut die 41-Millionen-Marke. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2010 stieg die Erwerbstätigenzahl um 525.000 Personen oder 1,3%. Gegenüber dem Vormonat November sank die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2011 saisonal bedingt um 166.000 Personen oder -0,4%. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen, ergibt sich ein Zuwachs von 47.000 Personen (+0,1%).
Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Dezember rund 2,34 Millionen Personen. Das waren rund 420.000 bzw. 15,2% weniger als im Dezember 2010.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar saisonbereinigt um 34.000 auf 2,849 Millionen gesunken. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am vergangenen Dienstag in Nürnberg mit. Nicht saisonbereinigt stieg die Zahl um 302.000 auf 3,082 Millionen. Das waren 264.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Punkte auf 7,3%.
Die Zahlen noch einmal im Überblick:
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Arbeitslosenzahl im Januar:
+302.000 auf 3.082.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:
-264.000
Arbeitslosenquote im Januar:
+0,7 Prozentpunkte auf 7,3%
US-Arbeitsmarktdaten sorgen für Feierlaune
Für eine richtige Feierlaune sorgten jedoch erst die unerwartet guten US-Arbeitsmarktdaten. Zunächst vermeldete am Mittwoch die private Arbeitsagentur ADP, dass in den USA im Privatsektor außerhalb der Landwirtschaft im Januar nur 170.000 neue Stellen geschaffen werden konnten, nach 292.000 zuvor (revidiert von 325.000). Damit wurden die Erwartungen für die offiziellen Zahlen etwas gedämpft.
Doch die Zahl der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft, die dann am Freitag veröffentlicht wurde, stieg im Januar um 243.000 und damit fast doppelt so stark wie erwartet. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 150.000 gerechnet.

(Quelle: Markt-Daten.de)
Die Arbeitslosenquote ist im Januar auf 8,3% gesunken. Im Vormonat hatte der Wert noch bei 8,5% gelegen.

(Quelle: Markt-Daten.de) US-Arbeitslosenquote
Außerdem wurden die Werte für den Beschäftigungsaufbau im November und Dezember 2011 teilweise deutlich nach oben korrigiert.
Die starken Dezember-Zahlen waren offenbar keine Eintagsfliege. Der US-Arbeitsmarkt befindet sich tatsächlich inzwischen in einem Aufwärtstrend. Leider gab es zuletzt auch durchaus einige Ausrutscher bei den US-Daten. Dazu aber morgen mehr. Auch die versprochene Analyse zum EUR/JPY-Währungspaar habe ich nicht vergessen.
