US-Aktien: KGV von 28
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 30. Januar 2004 18:00 Uhr
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Der Dow Jones stieg gestern um gut 40 Punkte, vorgestern hatte er 141 verloren. Sehen wir da einen Trendwechsel?
Ich weiß es nicht. Aber die Investoren müssen sich sicherlich wundern ...
Ja, die Aktien sind gestiegen. "Wenn Sie mir eine Billion Dollar geben, dann kann auch ich Euch eine gute Zeit geben", so Warren Buffett.
Die Investoren hatten wirklich eine sehr gute Zeit, seit die Rally im Oktober 2002 begann. Diese Party hat den S&P 500 auf ein Niveau gehoben, auf dem er ein KGV von 28 hat.
Aber warum macht es Sinn, zu diesen Kursen noch zu kaufen?
"Weil die Unternehmensgewinne steigen werden", so die Antwort ..."und wenn die Gewinne steigen, dann steigen auch die Kurse."
Aber selbst wenn die Gewinne wirklich so stark wie erwartet steigen – um 13,5 % im laufenden Jahr –, dann läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis der amerikanischen Aktien immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 12 bis 16. Um wieder diese durchschnittliche Bewertung zu erreichen, müssten die Unternehmensgewinne um 70 % steigen – was natürlich nicht passieren wird. Und dann wäre auch erst der langjährige Durchschnitt erreicht; billig wären die US-Aktien dann immer noch nicht.
Die Kleinanleger mögen das anders sehen. Aber sie sollte nicht vergessen, dass die Kurse von März 2000 bis Oktober 2002 gefallen sind. In diesen 18 Monaten hätte ein "Kaufen und Liegenlassen" nichts gebracht. Und wenn sie bemerken sollten, dass wieder ein Bärenmarkt von 18 Monaten bevorstehen sollte – dann werden sie diesmal sicher lieber verkaufen wollen.
Und wow! Wäre das nicht aufregend? Dann hätten wir vielleicht einen oder zwei Tage Panikverkäufe. Früher oder später werden wir das sehen, liebe(r) Leser(in).
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