Uran steht vor dem Comeback
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 19. Februar 2010, 19:00 Uhr
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Es ist schon erstaunlich, was schlechte Umfrageergebnisse bei Politikern auslösen. FDP-Chef Westerwelle schlägt zum Beispiel schrille Töne an und zieht zweifelhafte historische Vergleich. US-Präsident Obama hat ebenfalls in der Beliebtheit drastisch eingebüßt, muss nun auf Republikaner eingehen und ermöglicht Uran-Aktien ein historisches Comeback.
Obamas jüngster unerwarteter Vorschlag dürfte auch der angeschlagenen FDP gefallen, die sich mit dem grünen CDU-Umweltminister Röttgen schwer tun. Denn Obama will den Bau neuer Atomkraftwerke mit über 8 Mrd. US$ fördern. Seit mehr als 30 Jahren würden die USA wieder neue Atomkraftwerke bauen. Dies sei erst der Anfang, erklärte Obama. In den kommenden Jahren sollen die Kreditgarantien verdreifacht werden. Das Ziel: „Eine neue Generation sicherer, sauberer Atomkraftwerke in Amerika", denn in den USA dominiert weiterhin die Kohle als Energieträger.
Mit diesem unerwarteten Plan will Obama nicht nur auf die Republikaner zugehen, sondern auch „die schlimmsten Auswüchse des Klimawandels verhindern." Und dieser Vorschlag hat auch mit Kopenhagen zu tun.
Sie wird wohl als eine der größten weltpolitischen Pleiten der letzten Jahre in die Geschichte eingehen - die Weltklimakonferenz im dänischen Kopenhagen. Nichts ist dabei herausgekommen, wenn man von der Finanzzusage der Industrie- an die Entwicklungsländer einmal absieht.
Die armen Länder sollen zunächst zehn Milliarden Dollar pro Jahr, später bis zu 100 Milliarden Dollar bekommen. Der Rest ist Schweigen. Nicht einmal auf einen Minimalkonsens, der rechtlich verbindlich wäre, hat man sich einigen können.
Die Antwort auf das Scheitern des Kopenhagener Klimagipfels: Der verstärkte Ausbau alternativer Energieerzeugung wie Windkraft, Solar, Photovoltaik oder Geothermie, aber auch Atomenergie als Brückentechnologie. Wobei sich schon jetzt abzeichnet, dass die Brücke wohl noch viele Jahre andauern wird.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Peter (19.02. 2010 21:10 Uhr):
Atomenergie steht besser da , als sie ist. 80 Kilometer vor Wien steht das AKW Bohunice. Es hatte wie 9 Jahre später Tschernobyl am 22.2.1977 infolge eines Bedienungsfehlers beim Brennstab-Wechsel eine Kernschmelze, die bis heute verheimlicht, todbringend in die Umgebung Bratislava, Wien, Budapest strahlt. Ob die Regierungen - außer die in der Slowakei - davon Bescheid wissen, weiß ich nicht. Erscheint aber wahrscheinlich.
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