Update zum Zuckermarkt
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 23. August 2006 20:45 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
heute befasse ich mich aus aktuellem Anlass mit dem Zuckermarkt.
Denn dieser könnte jetzt ebenfalls vor einer Erholung stehen, da die Preise stark korrigiert haben und die Anleger zusammen mit den fallenden Preisen ihre spekulativen Positionen aufgelöst haben.
Der Pessimismus im Zuckermarkt wächst also an und dies ist mindestens ein Grund sich den Markt auf dem nun ermässigten Kursniveau wieder genauer anzusehen.
Am 22.06 notierten die Zuckerpreise bei 15 US-Cents je Pfund und ich lieferte im damaligen Rohstoffdaily bereits die positiven Fundamentaldaten, die für einen langfristigen Anstieg der Zuckerpreise sprechen. (Starke Nachfrage aus China, Ethanolproduktion in Brasilien usw.)
Einen Monat später musste ich jedoch auf die kurzfristigen Ungleichgewichte im Zuckermarkt hinweisen. Im Markt waren zu viele Händler kurzfristig positiv gestimmt, was oft ein schlechtes Zeichen ist.
Am 28.07.2006 schrieb ich im Rohstoffdaily deshalb:„Zucker trifft bei spätestens 12,5 Cent/Pfund auf seinen seit 2004 laufenden Aufwärtstrend. Eine technische Marke, die sicher stark beachtet werden sollte.“
Und Siehe da
Der kurzfristige Abwärtstrend beim Zucker ist noch intakt. Allerdings befinden sich die Preise in einem "überverkauften" Terrain, was zumindest eine Erholung wahrscheinlich macht.
Korrektur schon beendet?
Mit 12 Cent je Pfund hat sich der Zucker mittlerweile knapp unter diesem Niveau stabilisiert und ich stelle mir die Frage, ob es noch weiter runter geht oder wir vielleicht eine gute Möglichkeit zum Kauf von Zucker sehen.
Ernteaussichten haben sich verbessert
Als Grund für den gefallenen Zuckerpreis werden die insgesamt besseren Ernteaussichten genannt. Insgesamt haben insbesondere fahren Brasilien, Indien, die Ukraine und Russland wesentlich bessere Ernten ein, als zunächst erwartet wurde. Einige Handelshäuser gehen deshalb davon aus, dass das Zuckerangebot in der Saison 2006/07 um rund 3 Millionen Tonnen höher liegen wird, als die Nachfrage. Es wird erwartet, dass die Gesamtproduktion in dieser Saison bis zu 156,9 Millionen Tonnen betragen könnte und damit über der Nachfrage von bis zu 152,8 Millionen Tonnen liegen könnte. Sicher sind diese Prognosen nicht und werden erst in der Rückbetrachtung zu einem Ergebnis kommen.
Fortsetzung im 2. Teil des Newsletters
