Unterstützung für den Kapitalismus
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 2. März 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Es wirkt so, als würde Paul Volcker Gloria Gaynor durch sich sprechen lassen..
Volcker, der einstige Vorsitzende der Zenralbank und ein Held der Inflationsbekämpfung der Achtziger, sagt über den Kapitalismus: I will survive, I will survive.'
Ich habe die Rede von Mr. Volcker nicht gelesen. Aber ich kann sie mir vorstellen. Den Kapitalismus gibt es in seinen unterschiedlichsten Formen schon seit einer sehr langen Zeit. Er wird vermutlich nicht verschwinden, ganz einfach, weil alles andere Betrug und Masche ist.
Was ist es doch für eine Freude, wenn man sieht, dass Mr. Volcker den Kapitalismus verteidigt. Das alte Credo braucht Unterstützung. Jeder Verrückte und jeder Unzufriedene auf dem Planeten hat den Kapitalismus ins Visier genommen - darunter auch Danny Ortega hier in Nicaragua.
Was ist Kapitalismus eigentlich?
Er ist kein System, kein Plan, kein Programm. Er wurde nicht von irgendeinem halb verblödeten Tyrannen ausgerufen... und er ist auch nicht in Gesetzen einer ernsthaften Versammlung niedergelegt. Er hat keine Verfassung...und keine Grenzen. Der Kapitalismus ist ganz einfach die Anerkennung einiger grundlegender Prinzipien. Du sollst nicht stehlen", heißt es in der Bibel. Der Kapitalismus erkennt das Eigentum anderer Menschen an. Der Bäcker hat das Recht seinen Ofen zu besitzen. Der Bauer hat das Recht, sein Land zu besitzen. Und der Kapitalist hat das Recht, sein Geld zu besitzen. Was ist mit diesen Dingen anstellen, ist ihre eigene Entscheidung.
Werden sie dabei Fehler machen? Natürlich werden sie das. Werden sie böse und abstoßende Dinge tun? Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Werden sie gelegentlich den Kopf verlieren und ihre Anlagewerte überteuern... oder die gesamte Wirtschaft allzu sehr in die Schulden treiben... oder sich selbst in einer Blase in die Luft jagen? Darauf können Sie wetten.
Adam Smith hat beschrieben, dass sie auch herumwursteln werden, wenn es darum geht, den Wohlstand der Nationen zu schaffen.
Aber der Diebstahl ist auch nicht erst im 21. Jahrhundert erfunden worden. Natürlich wollen die Menschen das haben, was die Kapitalisten haben. Immer und überall werden die Diebe Gründe finden, warum sie in der Lage sein sollten, es ihnen weg zu nehmen. Sie werden die Umwelt besser schützen, sagen sie. Sie werden das Geld in sozial verträglichere Projekte investieren, so behaupten sie. Sie werden die Lahmen heilen und die Blinden sehen lassen. Wenn sie nur Ihr Geld in die Finger bekommen könnte.
Ich mag die Kapitalisten und den Kapitalismus gar nicht besonders. Ich mag es nur nicht, wenn mir jemand sagt, was ich tun soll. Und weil ich mich anderen gegenüber so verhalte, wie ich wünsche, dass sie sich mir gegenüber verhalten, sage ich auch niemandem, was er mit seinem Geld tun solle. Wenn sie das Geld an Bernie Madoff oder an Barack Obama geben wollen, dann soll es meinetwegen so sein - aber ich will dann nichts mehr damit zu tun haben. Und wenn sie ihr Geld in CDOS oder MBDs investieren sollen... dann wünsche ich ihnen viel Glück. Aber bittet mich hinterher nicht, dass ich sie retten soll.
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Sicheres Geld
Der exklusive Börsendienst, der Ihr Vermögen zuverlässig schützt
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Sicheres Geld