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Henrik Voigt in DAX Daily zum Thema Dax 30
vom
Der DAX bleibt bei seinem Spiel Bäumchen wechsle dich". Nach Minustagen folgen recht schnell wieder kurze Erholungen, insgesamt sehen wir ein wellenförmiges Muster, allerdings mit eindeutiger Abwärtstendenz in den letzten Wochen. Bis jetzt sieht das Ganze korrektiv aus und lässt auf einen nochmaligen Angriff in Richtung Jahreshochs schließen. Allerdings würde sich dieses Szenario schlagartig umkehren, wenn jetzt plötzlich stärkerer Verkaufsdruck aufkäme. Dann hätten wir eine ähnliche Situation wie letztes Jahr im März (Fukushima-Crash). Seltsamerweise sehen wir bei immer mehr Einzelaktien bereits ein solches Kursverhalten - ähnlich wie im letzten Jahr, einige Monate bevor der Gesamtmarkt richtig ins Rutschen kam. Zuerst stirbt die Marktbreite, dann stirbt die ganze Rally. Aber das dauert seine Zeit.
In Kürze dürfte der DAX erst einmal Unterstützung bekommen. Und zwar zwischen 6200 und 6400 Punkten. Allerdings ist von Panik, Ausverkaufsstimmung oder einer überverkauften Situation nichts zu sehen, was Voraussetzung für eine Bodenbildung wäre. Das Kursmuster seit dem vergangenen Herbst ist ein bärischer Keil. Solche Formationen brechen in der Mehrzahl der Fälle nach unten (beim EuroStoxx 50 ist das bereits geschehen) und führen zu neuen Tiefs. Erholungen könnten also nur temporärer Natur sein. Weiterhin kommt für die Bewertung des Kursgeschehens der Seitwärtsbewegung der letzten drei Monate die rechte Schulter einer SKS-Formation in Betracht, die sich nun wohl bereits fertig ausgebildet hat. Eine nicht ungefährliche Situation für den Index, der jederzeit über die Klippe stürzen kann. Die schwarze Abwärtstrendlinie vom Märzhoch ist ebenso intakt wie die langfristige rote Abwärtstrendlinie ausgehend von den 2011er Hochs (und auch die von den 2007er Hochs).
Wenn der Index das tut, was die Indikatoren seit Wochen vorgeben, dann wird in Kürze auch der Aufwärtstrend bei 6400 Punkten fallen. Ob dann die 200-Tage-Linie bei 6200 Punkten hält, die jetzt wieder schneller zu fallen beginnt, ist dann auch sehr fraglich. Die gesamte Kurserholung seit dem vergangenen Herbst lief in einem bärischen Keil ab. Ein Ausbruch aus dieser Formation nach unten hätte demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit neue Zweijahrestiefs zur Folge. Die Bullen leben allerdings noch und dürften das Feld nicht kampflos räumen.
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DAX im Tageschart
Nächste Widerstände: 6900, 7000, 7250, 7600, 8200 Punkte
Nächste Unterstützungen: 6400, 6200, 5700, 5000, 4400, 3800 Punkte
Viel Erfolg und herzliche Grüße,
Ihr Henrik Voigt.
Chefredakteur DAX Profits
- Kommentar von Rudolf Schulze
Was bedeuten im DAX-Chart die obere und die untere Linie? Legende? Gruß Rudolf Schulze
Antworten- Kommentar von Werner Karnitz
Sehr geehrter Herr Voigt, bezüglich Ihres bärischen Keils darf ich mal bemerken:Nach Elliot Waves haben die Trendwellen 1,3 und 5 in der Regel immer in eine aufwärts geichtete Keilform.Wenn Sie den Chart wöchentl. logarithm. einrichten,wie es für einen längerfristigen Elliot Waves Chart notwendig ist,werden Sie diesen noch nicht gebrochenen Keil feststellen.Selbstverständlich hat auch jeder aufwärts gerichtete Keil sein Ende und wird dann mit den Elliot Waves Korrekturwellen korrigiert.Davon sind wir im Dax bei längerfristiger wöchentlicher Betrachtung noch entfernt. Mit freundlichen Grüssen Werner Karnitz
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