Unternehmensinsider verkaufen weiter
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 20. August 2003 18:00 Uhr
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*** Die Unternehmensinsider verkaufen fleißig, so das Wall Street Journal. Im Juli verkauften Sie für jeden Dollar Kurswert, den sie kauften, 32 Dollar Kurswert. Auch Sie, liebe(r) Leser(in), sollten zumindest Ihre amerikanischen Aktien verkaufen.
*** Die Hälfte aller Produkte, die in den USA verkauft werden, kommt aus Übersee.
*** Italien befindet sich in einer Rezession. Deutschland befindet sich in einer Rezession (zumindest ist das Bruttoinlandsprodukt wieder gegenüber dem Vorquartal geschrumpft). Und auch die Niederlande. Der Euro ist auf 1,11 Dollar gefallen. Das sind Kaufkurse für den Euro.
*** Auch der Goldpreis ist wieder etwas gefallen – unter die Marke von 360 Dollar pro Feinunze. Ich hoffe, dass er noch unter 350 Dollar fallen wird – denn dann werde ich noch mehr Gold kaufen.
*** Die Zahl der persönlichen Pleiten steigt weiter, so eine Schlagzeile von Associated Press. Und Chrysler bietet Käufern von Chrysler-Wagen eine 0 %-Finanzierung über 72 Monate an.
*** Schulden weltweit auf Rekordhöhe ... das US-Handelsbilanzdefizit ... die Spekulationsblase in Japan ... Asienkrise ... Spekulationsblasen bei Hypotheken, Anleihen und Immobilien ... der Aufstieg von China als Produzent ... all diese Dinge lassen sich auf ein Ereignis im August 1971 zurückführen. Damals führte US-Präsident Richard Nixon den Dollarstandard ein und setzte dadurch eine Serie von Auf- und Abschwüngen in Gang ... und der größte Abschwung liegt noch vor uns ...
*** Noch mehr Leichen: Es waren aber auch ein paar für Nachrufe geeignete Tage. Und bei einigen musste ich schmunzeln. Zunächst einmal ist Diana Mitford Mosley in Paris gestorben (ich schrieb darüber hier im Investor's Daily) ... und jetzt kommt aus Saudi Arabien die Nachricht, dass ein weiterer Verehrer von Adolf Hitler gestorben ist.
Idi Amin ist tot. Der Mann war ein Diktator von der Sorte, die die Welt ohne schlechtes Gewissen hassen kann. Er war natürlich verrückt. Er warf die asiatischen Einwohner Ugandas aus dem Land und verteilte ihren Besitz dann an seine Günstlinge. Und dann zwang der große, schwarze fette Mann die weißen Einwohner von Kampala, ihn auf einem Thron herumzutragen und vor ihm niederzuknien, während Photographen die Szene für die Zeitungen festhielten.
Anders als bei Diana Mosley klebte an den Händen von Idi Amin Blut. Mord, Folter, Vergewaltigung, Diebstahl – all das hatte er auf dem Kerbholz. Wenn Idi Amin befahl, jemandem die "VIP-Behandlung zu geben", dann bedeutete das, dass diese Person getötet werden sollte.
Wenn es Gerechtigkeit im Leben geben würde, dann hätte Idi Amin bereits vor langem eine "VIP-Behandlung" erhalten. Vielleicht wird dieser Mann aber jetzt auch in einer besonders heißen Ecke der Hölle rösten.
Das hoffe ich zumindest.