Unternehmen der Woche: Schoeller Bleckmann profitiert vom Investitionsboom in der Ölindustrie
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 24. Mai 2007 17:00 Uhr
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Lieber Leser,
Bau, Stahl, Maschinenbau, Solar – die wirtschaftliche Prosperität in Deutschland, Europa, der Welt zeigt sich zur Zeit in so gut wie allen Branchen. Nicht nur die großen Dickschiffe in den jeweiligen Sektoren können dabei kräftig zulegen. Oft sind es gerade kleine hochspezialisierte Nischenanbieter, die das höchste Wachstum aufweisen. Ich hatte Ihnen ja im Nebenwerte Daily in der Vergangenheit immer wieder den einen oder anderen ans Herz gelegt.
Ein Nischenanbieter, bei dem sich die Aktionäre seit Jahren über phantastische Zuwächse freuen, ist Schoeller Bleckman Oilfield, kurz SBO (WKN 907391). Der Konzern aus Ternitz in Niederösterreich ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen der Oilfield-Service-Industrie. Zu den Kunden von SBO zählen Firmen der Ölbranche, die an Land oder auf hoher See nach Rohöl bohren und fördern. SBO entwickelt und produziert dabei unter anderem Komponenten aus hochfestem amagnetischem Stahl, die vor allem in der Richtbohrung zum Einsatz kommen, oder Bohrmotoren und Bohrwerkzeuge. Daneben stehen verschiedene Dienstleistungen im Angebot wie Service- und Reparaturarbeiten oder die Inspektion der Geräte.
Sie fragen sich jetzt zu Recht: Wie kann sich ein Unternehmen aus Niederösterreich das wirklich kein klassisches Ölland ist, in der Ölbranche eine dermaßen erstklassige Stellung erarbeiten? Die Erklärung dafür dürfte auch in der nahegelegenen Montanuniversität in Leoben in der Steiermark liegen. Denn dort schließen Jahr für Jahr etwa 25 Erdölingenieure ihr Studium ab. Selbst in den USA, wo es reichlich Ölvorkommen gibt, absolvieren im Jahr auch nur rund 100 Ingenieure diese Fachrichtung.
Für hochqualifizierte Mitarbeiter ist bei SBO also gesorgt. Die benötigt der Konzern auch. Denn die Branche der Ölfeld-Service-Industrie profitiert von 2 Entwicklungen: Zum einen natürlich von der hohen weltweiten Nachfrage nach Rohöl aufgrund des robusten globalen Wirtschaftswachstums. Der Öldurst wird deswegen über Jahrzehnte hin zunehmen. Die Internationale Energie-Agentur IEA erwartet einen Anstieg der weltweiten Erdölnachfrage bis 2030 um knapp 50 Prozent.
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