Unternehmen der Woche – Schlott Gruppe: Erfolgreiche Expansionsstrategie - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 07. November 2006 17:00 Uhr
ENL5454
Quelle b.i.s.
Vom Hoch im März wurde die Aktie innerhalb von nur drei Monaten heftig um rund 40 Prozent eingedampft. Grund für den starken Kursverlust war eine Gewinnwarnung im Juni. Wegen schleppender Geschäfte im Direktmarketing senkte Firmenchef Bernd Rose die Prognose zum Ergebnis vor Steuern EBT für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 von 26 auf 22 Millionen Euro bzw. einem Nettogewinn irgendwo im Bereich von 14 Millionen Euro.
In Folge dessen hatten die Anleger und Investoren keine Freude mehr an Schlott und schmissen die Aktie brutal aus ihren Depots und Portfolios. Der Börsenwert von Schlott schrumpfte zeitweise auf rund 120 Millionen Euro. Beim genannten Gewinnziel ein KGV von deutlich unter zehn.
Typisch Börse – typisch Übertreibung! Die Anleger hatten hier nämlich zeitweise die guten Perspektiven von Schlott völlig verdrängt. Schlott verfolgt nämlich seit Jahren eine starke Expansionspolitik. 1996 beispielsweise erfolgte die Übernahme der wwk druck, 2000 wurde sebaldus eine neue Tochter, 2002 war es die broschek-Gruppe. Erst vor wenigen Wochen stieg Schlott beim niederländischen Druckunternehmen Biegelaar ein. Dadurch wächst der Marktanteil der Baden-Württemberger im europäischen Tiefdruckmarkt nach eigenen Angaben von 9,1 auf 11,6 Prozent.
Schlott verbessert aber nicht nur die Marktstellung, sondern auch die Kostenseite. So wird in kürze eine neue Tiefdruckrotationsmaschine die Produktivität erhöhen. Ein neuer Manteltarifvertrag für die Mitarbeiter des Unternehmens bringt hohe Kosteneinsparungen.
2006/07 rechnet der Vorstand dann auch mit einem Gewinnanstieg vor Steuern auf 25 Millionen Euro. Selbst nach dem aktuellen Kursplus seit dem Tief von rund 30 Prozent liegt das erwartete KGV für 2006/07 dann immer noch bei unter zehn. Und Dividende gibt es obendrauf. Vier Prozent Rendite sollten drin sein.
Schlott zeigt einmal mehr: Der Blick hinter die Top-Mover an der Börse zahlt sich aus. Es müssen eben nicht immer Trendaktien wie Q-Cells oder Solarworld sein. Aber: Egal ob Solarwerte oder Nebenwerte wie Schlott: Nur mit Limit ordern!
Ihr
Georg Pröbstl
ähnliche Beiträge:
- Unternehmen der Woche – Schlott Gruppe: Erfolgreiche Expansionsstrategie
- Insider-Transaktionen
- Unternehmen der Woche: PWO – Die Expansionsstrategie des Autozulieferers dürfte schon bald Früchte tragen - Teil 2
- Unternehmen der Woche: PWO – Die Expansionsstrategie des Autozulieferers dürfte schon bald Früchte tragen
- Insider-Transaktionen
- Insider-Transaktionen
- Insidertransaktionen: adidas, Douglas, Jungheinrich und schlott gruppe
- Erfolgreiche Kapitalerhöhung bei der Biofrontera AG
- Unternehmen der Woche: Sixt AG – Wachstum satt zum 10er KGV - Teil 2
