Unruhe nach US-Häuserverkäufen …
Tom Firley in Investors Daily
vom 24. September 2009, 18:00 Uhr
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ohne Frage, die Aktienmärkte bleiben nervös. Heute Nachmittag sorgten schwächere US-Zahlen bei den Verkäufen bestehender Häuser (August) zunächst einmal für fallende Kurse an der Wall Street und zogen so auch die europäischen Börsen (somit natürlich auch unseren Dax mit minus 1,7 Prozent) in die Tiefe.
Im Vergleich zum Vormonat ist der Wert der Verkäufe (saisonbereinigt) um 2,7% auf einen Jahreswert von 5.100 Millionen gesunken, Experten rechneten im Vorfeld mit einer Steigerung von 2,9% gerechnet. Klar, dies ist zunächst einmal ein Rückschlag... aber nicht zu vergessen: Die Verkäufe sind noch im Juli um 7,2% gestiegen.
US-Börsen reagieren verschnupft
Der US-Markt reagierte daraufhin mit fallenden Kursen und schickte den Dow Jones Industrial nach einer freundlichen Eröffnung erstmal über 100 Punkte in die Tiefe, von 9.800 auf 9.676 Punkte. Kurz vor der 10.000er Marke im Dow Jones reagieren Investoren und Anleger also wieder extrem nervös auf „schlechte" Nachrichten. Der marktbreite S&P 500 und der Nasdaq 100 fielen jeweils um über 1%. Aber:
Lassen Sie sich von der Nervosität der Märkte nicht anstecken. Bleiben Sie gelassen, beachten Sie die ersten Warnzeichen und berücksichtigen Sie Ihre Stopps. Mehr können Sie in solch einer Marktphase nicht tun.
Abwarten
Manche Analysten sehen Kursrückschläge als willkommene „Nachkauf-Gelegenheiten". Ich sehe dies nicht so. Ein fallender Kurs war noch nie ein Grund, einen Wert zu kaufen (es sei denn, Sie wollen ein extremes Abstauber-Limit nutzen, aber das ist ein anderes Thema...). Auch wenn es verlocken mag... Daher:
Nutzen Sie die Charts, um den Beginn einer möglichen Korrektur zu erkennen. Schauen wir uns zum Beispiel den Dow Jones Industrial an.
Candlestick-Chart Dow Jones Industrial
Dow Jones Industrial mit 20- und 256-Tage-GD sowie MFI
Ich sagte es bereits heute Morgen im Investors daily update: Seitens der Gleitenden Durchschnitte (rote und blaue Kurve) und der rot gestrichelten Linie ist der Aufwärtstrend vollkommen intakt. Allerdings sehen wir erste Warnzeichen:
Der Money Flow Index (MFI) ist bereits unter die 70er Marke gerutscht und auch der MACD dürfte heute auf Verkauf schalten, falls der Dow Jones im Minus bleibt. Bleiben Sie also vorsichtig. Das Gute an einer Abwärtsbewegung:
Logischerweise bildet sich vor einer Abwärtsbewegung meist ein markantes Hoch, welches dann als Widerstand fungiert. Und genau ein Überschreiten dieses Hochpunkts könnte dann später ein sinnvoller (mittelfristiger) Kauf-Zeitpunkt sein. Sollten die Kurse weiter abwärts tendieren, dann gibt es eben zu einem noch späteren Zeitpunkt (zu noch günstigeren Kursen) entsprechende Signale.
Einstiegschancen werden Sie in Ihrem Börsianer-Leben noch unzählige erleben. Egal ob in US-Aktien, Werten aus dem Dax oder anderen Vermögensgegenständen. Heute (Donnerstagabend) würde ich mein Pulver trocken halten.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
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