Unruhe bei SMA Solar
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 4. Februar 2010, 17:00 Uhr
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unter einem ordentlichen Pull-Back der Märkte stelle ich mir ja eigentlich etwas anderes vor! Der DAX z.B. hat im Tief etwa 8 Prozent binnen weniger Tage abgegeben. Da ist die Mini-Erholung der vergangenen Tage äußerst mickrig. Dies ist natürlich kein gutes Zeichen für die aktuelle Börsenentwicklung, da auch kleine Erholungen rasch wieder verkauft werden. Dabei sind die konjunkturellen Daten und die jüngsten Unternehmenszahlen gar nicht mal so übel. Sogar mit erfreulichen Nachrichten von Flaggschiffen wie der Deutschen Bank oder Cisco, lassen sich heute kaum Bullen aufs Parkett locken! Vor diesem Hintergrund fühlt sich die aktuelle Marktentwicklung wie der sprichwörtliche Dead-Cat-Bounce" an.
Auffallend bleibt auch die relative Schwäche der europäischen Indizes gegen die amerikanischen, obwohl die Meldungen über die Probleme Portugals und Griechenlands keineswegs neu sind!
Ermittlungen gegen den Finanzvorstand von SMA
Die Aktie des einstigen Überfliegers der Solarbranche, der SMA AG, bleibt weiterhin unter Druck, bwohl die Ermittlungen gegen den Finanzvorstand Urbon eher privater Natur zu sein scheinen. Alleine heute verliert der Wert etwa sechs Prozent und zieht den TEC-DAX gewaltig nach unten. Das Vertrauen in das Zahlenwerk der Firma ist angekratzt und wird meiner Meinung nach nicht zurückkehren, solange die Öffentlichkeit keine Informationen über die Hintergründe der Vorwürfe erhält, bzw. bis Klarheit herrscht, ob die Ermittlungen wirklich nur" die private Sphäre des Vorstands betreffen. Da hilft es auch kaum, dass Urbon, um negative Auswirkungen für das Unternehmen zu vermeiden, bis zum Abschluss der Ermittlungen beurlaubt ist.
Zu allem Überfluss kommen die Ermittlungen zu einer denkbar ungünstigen Zeit, denn erst kürzlich sorgte Konzernchef Günther Cramer in einem Interview für Unruhe: Er hält für das laufende Jahr beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern eine Verschlechterung der Marge für möglich und löste damit Spekulationen über eine Gwinnwarnung geschürt.
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