Und das ist aus Alicia Silverstone geworden
Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 8. September 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Irgendwie muss die Dynamik der amerikanischen Wirtschaft den „Dollar-Untergangspropheten" entgangen sein. Da haben wohl einige nicht genau durchdacht, welche Auswirkungen der Rückgang des amerikanischen Konsum auf die von ihm abhängenden Volkswirtschaften, Märkte und Währungen hat.
Diejenigen, die der Direktive der Untergangspropheten gefolgt sind, könnten sagen, dass sie die Krise kommen sahen. Aber angesichts der Verluste bei den meisten „sicheren Häfen" ist das praktische Ergebnis ihrer Klugheit das Äquivalent des Tauschs eines Tickets von der „Titanic" hin zur „Lusitania" - abzüglich des Unterschieds von 3 Jahren im Untergang beider Schiffe.
Die Untergangspropheten lassen aber nicht locker. Massive US-Haushaltsdefizite werden den Dollar zerstören, verkünden sie. Könnte sein. Besonders dann wenn diese Defizite in einer Welt auftreten würden, in der alle anderen Staaten Haushaltsüberschüsse erzielen würden.
Aber die meisten anderen Volkswirtschaften sind schlimmer dran als die Vereinigten Staaten. (Ironischerweise ist eine der wenigen Währungen, die gerade im Wert zulegt, die eines Landes, welches nie großen Wert auf sein Staatsschulden-Niveau gelegt hat.) Und Währungen geben von Natur aus den relativen Wert zu einer bestimmten Zeit wider.
Ein relativ höherer Dollarkurs erlaubt es den Amerikanern, mehr Konsumgüter aus dem Ausland zu kaufen....was vom Export abhängigen Volkswirtschaften eine Überlebensmöglichkeit gibt. Es geht da um simplen Selbsterhalt.
Rechnen Sie damit, dass der Euro auf 1,25 Dollar fällt.
Und anders als der russische Rubel und die isländische Krone gibt es um Alicia Silverstone derzeit kein großes Theater. Nun, das letzte von ihr war wohl ein Gastauftritt „als sie selbst" in der 2008er Komödie „Tropic Thunder".
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von jens spiehs (09.09. 2009 12:09 Uhr):
Der grösste Blödsinn, den ich seit langem gelesen habe. Die Europäer und Asiaten liefern REALE Ware und die Amerikaner bezahlen mit Klopapier. - So soll es wohl auch in Zukunft weitergehen. Was wir brauchen ist ein kompletter Zusammenbruch, der die verrotteten Struckturen aufreisst und das System wieder zu funktionieren im guten Sinn bringt. js.
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