Umsätze steigen an
Kay Patrick Kaymer in Wave Daily
vom 06. Juli 2006 13:00 Uhr
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Nach der Hausse der letzten Tage, die am Anschluss an die Fed-Sitzung begann, wurde gestern kräftig Luft abgelassen. Der DAX verlor fast 100 Punkte und die US-Indizes präsentierten sich ebenso schwach. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass die Umsätze vor allem bei nachgebenden Kursen ansteigen. Viele Investoren scheinen weiterhin sehr zittrig zu agieren. Das ist sicherlich kein gutes Fundament für einen nachhaltigen Anstieg. Denn erst wenn die Ängstlichen aus dem Markt gekehrt sind, haben die Indizes wieder freie Fahrt nach oben. Aber soweit ist es momentan noch nicht.
Nordkorea
Sie haben es sicherlich gestern in den Nachrichten gehört oder gesehen. Neben dem Ausscheiden der deutschen Fußball Nationalmannschaft war Nordkorea das Top Thema. Die Tests der Raketen sorgen natürlich auch bei den Investoren für Unruhe. Allerdings wird meiner Meinung nach das Thema von den Medien wieder einmal heißer dargestellt als es ist. Das Gleiche galt für den Iran. Von der Seite hören wir übrigens nichts mehr.
So wird es (hoffentlich) auch mit Nordkorea in ein paar Wochen sein. Bis dahin jedoch werden die Wortgefechte anhalten und für Verunsicherung sorgen. So hat Nordkorea damit gedroht, weitere Tests durchzuführen und sich nicht von der Nato oder anderen Organisationen abhalten zu lassen. Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Diejenigen die wieder einmal (bis jetzt) am meisten darunter leiden müssen sind die Bürger Nordkoreas.
Öl mit neuem Hoch
Die Saisonalität hat wieder zugeschlagen. Dazu beigetragen zumindest aus Sentiment Sicht hat natürlich auch die Nordkore Problematik. Der Schlussstand vom schwarzen Gold erreichte ein neues Hoch und der Future Kontrakt übersprang die Marke von US$ 75. Das ist mit Sicherheit schon langsam ein wenig besorgniserregend. Bisher sind die Aktienmärkte im Einklang mit den Ölnotierungen gelaufen.
Das Öl konnte sich hingegen weites gehend von den anderen Rohstoffen abkoppeln. Wenn die Ölhausse nun aber weiterläuft und weiterhin neue Höchststände erklommen werden, wird das über kurz oder lang den Aktienmarkt unter Druck setzen. Denn dann wird erneut die Zinsangst aufgrund gestiegener Inflationssorgen in den Köpfen spuken. Die Notenbanken werden dementsprechend reagieren und die Zinsen anheben.
Nasdaq unter Druck
Am kräftigsten geriet die US-Technologiebörse unter Druck. Der Auswahlindex Nasdaq 100 büßte über 30 Punkte ein. Einen Teil der Kursgewinne der Vortage wurde wieder zunichte gemacht. Auch technisch gefällt mir das Bild weiterhin nicht. Das letzte Hoch lag unter dem Hoch von Ende Mai.
So lange dieses nicht überwunden wird, handelt es sich nur um technische Reaktionen nach oben. Nicht mehr und nicht weniger. Beide gleitenden Durchschnitte (50er schwarze Linie und 200er grüne Linie) drehen nach unten. Das verstärkt das Verkaufssignal noch. Seien Sie also weiterhin auf der Hut, denn die Saisonalität spricht für Long Engagements in Öl und gegen Long Engagements in Aktien.
