Überraschungen aus Russland !
Andreas Schnappberger in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 03. Juli 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Rubel nun frei konvertierbar !
Russland hat seine Währung, den Rubel, am Samstag frei
konvertierbar gemacht. Von der Währungsliberalisierung erhoffe sich Russland
Wachstumsimpulse für die Wirtschaft und den Zustrom von Kapital, so die offiziellen Stimmen aus dem Finanzministerium. Nach dem Kurs der Russischen Nationalbank kostete nun ein Euro 34,2383 Rubel und ein US-Dollar am Samstag 26,9423 Rubel.Neben dem, können nun Russische Bürger überall auf der Welt Konten eröffnen und brauchen keinerlei Beschränkungen mehr unterliegen. Es heißt aber weiter, dass alleine durch die Konvertierbarkeit nicht mit einem schnellen wirtschaftlichen Erfolg gerechnet wird.
EUR/USD kommt in die Entscheidungsphase.
Die letzten Kurssteigerungen bzw. der Angriff auf die jetzt wichtigen Marken um 1.2850 in EUR/USD dürfte nun bevor stehen und wird damit für dieses Währungspaar zum entscheidenden Faktor werden. Kann hier ein klares Zeichen gesetzt werden in Richtung 1.30? Der Markt ist hier mehr als unentschieden und damit wird es massiv spannend in dieser Woche. Natürlich steht für viele Marktteilnehmer die Inflationsentwicklung in den USA und die am Donnerstag durchgeführte US Zinserhöhung im Vordergrund für die weitere Entwicklung. Sofern EUR/USD es nicht schafft, trotz der jetzt augenscheinlichen Dollarschwäche nicht klare Zeichen zu setzten, wird sicherlich die Aggressivität für Euroverkäufe zunehmen. Als ein Zeichen aber, dass sich der Euro nun doch stabilisieren könnte gibt uns ein kleinerer Kollege des Euro.
Schweizer Franken als Richtungsweiser ?
Wie auch noch zu DM-Zeiten bleibt der Schweizer Franken neben seiner Eigenschaft als sicherer Hafen bei politischen Problemen auch für den Euro im engeren Gleichlauf. Zumindest auf die jetzt kurzfristige Sicht, dürfte es interessant werden. Klammern wir die fundamentalen Aspekte hier aus und sehen wir uns ausschließlich den dargestellten Wochenchart an. Es scheint, als habe der CHF gegen den US Dollar das Schlimmste hinter sich gelassen. Neben den dem, dass sich der CHF nun deutlich von seinen Tiefkursen im Chart entfernt hat, erkennt man auch, dass das Marktmomentum weiter zunimmt. Von einer Erschöpfung der Schwungkraft dieser begonnenen Bewegung kann also noch keine Rede sein und damit ist hier ganz klar weiteres Potenzial angezeigt. Ergo, sollte sich der US Dollar dann auch gegenüber des Schweizer Franken in der nächsten Zeit schwächer präsentieren.
Dollar- oder Euroblock Trading.
Nachdem aber oftmals für viele einfach der Euro oder der Dollarblock in der Regel gegen alle übrigen Währungen gehandelt wird, könnte diese angesprochene Konstellation durchaus ein kleiner Vorreiter in der weiteren Entwicklung sein. Da es sich aber wie Sie sehen, um einen Wochenchart handelt, kann diese Entwicklung auch durchaus langsam und eher langsam von Statten gehen. Die Struktur hingegen den Charts ist aber auf alle Fälle positiv zu werten. Nur eine absolut starke Woche für den US Dollar könnte an diesem Chartbild im Moment eine Änderung herbeiführen. Heiß wird es jetzt aber auf einem anderen Parkett. Wechseln wir schnell nach Russland. Hier hat sich über das Wochenende einiges getan, wie die Nachrichtenagenturen gemeldet haben.
ähnliche Beiträge:
- Der Turnaround in Russland läuft bereits
- Konjunktur: EZB-Sitzung ohne, US-Daten mit Überraschungen
- Keine Überraschungen von den Notenbanken
- Russland stoppt Getreideexporte
- Die Russen und der Zucker
- Russland, Nord Amerika und Simbabwe
- Wie sieht es mit Russland aus?
- US-Quartalsbilanzen: Erste Welle ohne Überraschungen
