Über die Folgen steigender Energiekosten
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 25. Mai 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Die Kombination von steigenden Lebensmittelpreisen...und steigenden Benzinpreisen...trifft die Mittelklasse hart. Woher kommen diese hohen Preise? Na, von der Fed natürlich. Warum sollte die Fed aber die Mittelklasse schädigen wollen? Stellen Sie keine dummen Fragen, liebe Leser. Dazu zitiere ich einen AP Bericht:
In den USA stehen die Benzinpreise nun bei rund 4 Dollar pro Gallone...die Energiekosten machen mittlerweile 6% der Gesamtausgaben der privaten Haushalte aus...ein Niveau, das ein "Wendepunkt" für die Konsumenten ist. Von den US-Rezessionen seit 1970 waren alle (bis auf die "11.9.2001"-Rezession) verlinkt mit einem Anstieg des Anteils der Energiepreise an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte über die Marke von 6%.
Was die Sache dieses Mal noch schlimmer machen könnte, ist der starke Anstieg bei den Lebensmittelpreisen, der zeitgleich auftritt. In den anderen Rezessionen waren die Kosten für Lebensmittel nicht so stark gestiegen, und deren Anteil an den Gesamtausgaben lag zwischen 7,5 und 7,8%.
Dieses Jahr sind die Lebensmittelpreise in den USA seit Anfang Januar um 6,5% gestiegen, laut Consumer Growth Partners.
Und währenddessen kann die Mittelklasse beobachten, wie ihre wichtigste Vermögensanlage - Einfamilienhäuser - im Wert fällt. Bloomberg berichtet:
"Im Februar sind Immobilienpreise so stark wie seit einem Jahr nicht mehr gefallen (...). Der S&P/Case-Shiller Index für Immobilienpreise in 20 Städten fiel im Februar um 3,3% gegenüber seinem Vorjahreswert, was der größte Rückgang seit November 2009 war. Der Index steht nun bei 139,27 Punkten und damit nur hauchdünn über dem 6-Jahres-Tief von 139,26 Zählern, welches im April 2009 erreicht worden war, zwei Monate vor dem Ende des wirtschaftlichen Abschwungs."
Der Index wird wahrscheinlich weiter fallen, da Zwangsversteigerungen das Angebot an unverkauften Häusern erhöhen werden....
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (25.05. 2011 07:47 Uhr):
Wozu die Aufregung? Im US-Verbraucherpreisindex spielen Energie- und Lebensmittelpreise keine Rolle. Die offizielle inflationsrate ist daher niedrig und lt. Herrn Bernanke kein Grund zur Besorgnis. Was dabei vergessen wird ist, dass die höheren Preise für Energie und Lebensmittel wie eine zusätzliche Steuer wirken und den Konsum dämpfen. Bei einer Volkswirtschaft, in der der Konsum für 2/3 des Nationalprodukts zuständig ist, ist das eine schlechte Nachricht. Es ist absehbar, dass die Ökonomen ihre Voraussagen für das BIP-Wachstum in den USA bald zurücknehmen werden müssen.
Antworten - Kommentar von Werner Ritz (25.05. 2011 07:57 Uhr):
Jeden Tag freue ich mich auf BB. Der heutige Kommentar, speziell aber der gestrige waren hervorragend und herzerfrischend. Ich freue mich auf morgen.Beste Grüße W.R.
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