Über den größten Betrug in der Wirtschaft

in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
vom


Es ist wohl ein guter Moment, eine neue Idee vorzustellen:

Der größte Betrug in der Wirtschaft selber.

Was ist der Sinn einer Wirtschaft? Es ist so, dass die Leute das bekommen, was sie brauchen und wollen. Je effizienter die Wirtschaft ist, desto mehr Sachen bekommen die Leute mit dem geringsten Aufwand an Ressourcen.


Es macht keinen Sinn Billionen von Dollar-Werten auszugeben, nur um die Wirtschaft zu schützen". Der ganze Sinn einer Wirtschaft ist es, mehr Dinge zu schaffen...nicht sie zu verschwenden. Man könnte ebenso gut die Gesundheit schützen, indem man Selbstmord verübt.

Die meisten Ökonomen sind Dummköpfe oder Gauner. Die Gauner wollen prestigeträchtige Jobs und Nobelpreise bekommen, indem sie verrückte Ideen vorstellen. Die Dummköpfe denken, dass diese funktionieren.

Vor ein paar Monaten, war man um die Höchstwerte besorgt. Es gab einen Höchstwert bei der Öl-Produktion. Es gab einen Höchstwert in der Nahrungsmittelproduktion. Es gab einen Höchstwert bei den verfügbaren Wasserressourcen. Ein Höchstwert an Höchstwerten muss da erreicht worden sein.

Jetzt plötzlich gibt es einen Höhepunkt an Tälern, die Höchstwerte sind weit weg. Die Rohstoffpreise fallen, statt zu steigen. Deflation ist die Sorge der Ökonomen, nicht Inflation. Deflation ist ein Hindernis für Wachstum; jeder glaubt das.

Die Anhänger der Sparmaßnahmen glauben, sie müssen den Staatsausgaben einen Riegel vorschieben. Dadurch bekommen die Investoren Vertrauen in Staatsanleihen. Die Feds werden wieder in der Lage sein zu leihen. Die Wirtschaft wird wachsen. Alles wird wieder gut werden.

Die Anhänger von Stimulanzien zielen direkt auf Wachstum. Sie wollen, dass die Feds Geld ausgeben... Arbeitsplätze, Einkommen, Ausgaben schaffen und so weiter.

Paul Krugman in der der Financial Times:

In einer Zeit, in der der private Sektor in gemeinsamer Anstrengung engagiert, weniger auszugeben, sollte die Politik als stabilisierende Kraft handeln, versuchen die Ausgaben zu halten."

Krugman sagt, das eigentliche Problem sei der Mangel an Nachfrage. Die Leute wollen ihr Geld nicht ausgeben. Das ist etwas, was in Ordnung gebracht werden muss!

Warum? Warum lässt man die Leute nicht selbst entscheiden, wann sie ihr Geld ausgeben und wann sie sparen wollen? Warum lässt die Regierung etwas für sie tun, was sie nicht wollen? Krugman macht sich nicht die Mühe darüber nachzudenken.

Das einzige, worüber er sich sorgt, ist Wachstum. Er hat Angst, dass die Wirtschaft vollständig kollabiert, bevor die Sparmaßnahmen zu Wachstum führen. Die Gruppe der Sparer ist besorgt, dass das von der Regierung geführte Wachstum explodiert bevor es die Chance hat sich in reales Wachstum des privaten Sektors zu wandeln.

Keine der beiden Seiten bezweifelt, dass Wachstum der Schlüssel ist. Fast alle sind sich einig: The Hero", Ben Bernake, versucht es mit dem Drucken von Geld. Der Kongress und die Regierung versuchen es, in dem sie Billionen Dollar Defizite machen.

Keiner zweifelt daran, dass der Schlüssel zu Fortschritt, Glück und vielleicht sogar zum Himmel ist. Doch genau das ist das Fundament des Irrsinns.

Warum denken Ökonomen, dass so ein hot stuff" ist? Weil sie es messen können...

Ökonomen können das BIP messen. Sie können uns sagen wann es hoch geht oder wenn es sinkt. Generell ist mehr besser... weil es bedeutet, dass Wirtschaft mehr Dinge schafft. Also schneidern sich Ökonomen ihre politischen Empfehlungen...ihre Theorien... und ihre redaktionellen Seiten voller Blah-Blah mit dem Ziel der Förderung des Wachstums.

Aber ist Wachstum etwas Gutes? Ist es das Gleiche wie Fortschritt und Wohlstand? Braucht die Welt wirklich noch mehr Krempel?

von
Bill Bonner
Bill Bonner

Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.


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Kommentar von rolf bichsel

die welt braucht diesen krempel nicht,.. richtig herr bonner bravo,..diesen zukünftigen müll,..die recursenvernichtung und umweltschäden der planet und die menschen und tiere und pflanzen,brauchen das nicht, die die wenigen die es brauchen auf die können wir verzichten

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Kommentar von Karl Eduard

Ja! Wachstum muß sein, um die Zinsen zu bezahlen. Je mehr Geld die Vermögenden besitzen, um so mehr Schulden müssen andere haben und um so mehr Zinsen müssen sie bezahlen, oder das System bricht zusammen.

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Kommentar von Alban

Paul Krugman setzt in seinen Modellen den Menschen schlechthin mit dem Menschen als Marktteilnehmer gleich. Deshalb sieht er auch den Unterschied nicht zwischen einem spezifisch menschlich gelebten Leben, das etwa nach moralischen Regeln des Zusammenlebens gestaltet ist, und einem Agieren des Menschen in Marktbeziehungen, die nach den Gesetzen des Tauschs über den Mechanismus des Geldes funktioniert. Alles, so scheint es, ist für Krugman gewonnen, wenn nur der Markt in Bewegung bleibt. In der Theorie ist das m.E. ein Irrtum. Und in der besinnungslosen Umsetzung in politischer Praxis läuft es in der Tat auf Betrug hinaus. Warum soll man denn auf die Bedürfnisse der Menschen überhaupt noch Rücksicht nehmen, wenn immer schon feststeht was gut für sie ist: nämlich grenzenlos expandierender Markt.

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Kommentar von Reinhold Fried

Mich wundert schon lange, dass man Krugman den Nobelpreis verliehen hat. Es spricht nicht für das Verleihungs-komitee. Er hat in seinem Leben offenbar nichts hinzugelernt. Würde er die einzelnen Volkswirtschaften betrachten, könnte er feststellen, welche Geldpolitik zu nachhaltigem Wirtschaften führt. Er sollte besser den Preis zurückgeben.

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Kommentar von Heinz Seifert

Herr Bonner Sie haben Recht , die Welt braucht nicht noch mehr Krempel für die "Eliten" infolge des Zinswirtschafts-bedingten Wachstumszwanges . Was sie braucht ist Bedarfsgüterdeckung leistungsorientiert für alle , damit der Slogan "Arbeit muß sich lohnen" nicht noch länger Zynismus bleibt . Die Zinswirtschaft ist aber systemisch mit der Leistungsstruktur garnicht vereinbar . Sie schützt die Realwirtschaft nicht vor Störung des Geldkreislaufes , sondern besteht genau darin , weil die gesetzliche Geldordnung keine Geldumlaufsicherung mittels Hortungsgebühr enthält und somit die "Zinserpressung für Nichthortung" legal zulässt ! Sie ist auch nicht in der Lage zu ihrer erklärten Funktion der exakten leistungsgedeckten Geldmengensteuerung zur Nachhaltigkeit der Wirtschaft , denn die Gesamtgeldmenge übersteigt die Gesamtleistung bisher schon um die mehrfache Höhe ! Die Frage ist deshalb : Welche berechtigte Funktion hat die Zinswirtschaft gegen die von Ihnen aufgezeigten Hemmnisse der Krisenüberwindung , bzw. wie werten Sie die Geldumlaufsicherung als Instrument gegen die Krise ?

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