Turnaround bei Hoeft & Wessel
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 15. Mai 2007 17:00 Uhr
ENL5454
Lieber Leser,
die Hälfte haben wir geschafft. Noch 2 Börsenwochen, dann ist der Monat Mai zu Ende. Wie Sie wissen, raten uns alte Börsenweisheiten dazu, wegen vermeintlicher Kursgefahren im Mai Gewinne mitzunehmen, aus Aktien auszusteigen und in Urlaub zu fahren. Bisher blieben wir aber von einer Korrektur verschont. Tatsächlich halten sich nämlich die deutschen Indizes per Saldo zur Mai-Halbzeit ziemlich stabil. Seit Ende April liegt der DAX +0,7 Prozent vorne, im MDAX beträgt das Plus 0,3 Prozent. Der SDAX verzeichnet dagegen ein leichtes Minus von 0,2, der GEX von 0,9 Prozent. Lediglich die Tech-Werte im TecDAX gaben in den letzten 2 Wochen mit 3,8 Prozent deutlich nach.
Sehen wir uns einmal an, was im Mai bisher an den internationalen Börsen los war. Der EuroStoxx 50 schafft seit Monatsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent. Der Schweizer SMI liegt 0,5 Prozent im Minus, der Nikkei 225 in Japan klettert 0,6 Prozent, der italienische MIB 30 0,4 Prozent, der AEX in Amsterdam ist unverändert, der französische Leitindex CAC 40 beschert den Anlegern einen leichten Anstieg um 1,6 Prozent. Der Dow Jones liegt sogar 2,4 Prozent im Gewinn. Noch besser läuft der IBEX 35. Der spanische Leitindex zog bisher 2,8 Prozent an.
Aber das sind nur Momentaufnahmen. Wie ich Ihnen vor kurzem im Nebenwerte Daily geschildert habe, lag das Verhältnis Kursgewinn:Kursverlust im Mai in DAX und Dow Jones in den letzten 30 Jahren jeweils bei 16:14. Im Prinzip sollte es tatsächlich per Saldo über lange Zeit mehr Kursgewinne geben. Grund dafür ist der Wachstumspfad der Wirtschaft. Schließlich klettern die Umsätze und Gewinne der Unternehmen tendenziell von Jahr zu Jahr.
Da könnte uns eine Hoeft & Wessel (WKN 601100) schon bald positiv überraschen. Wie der Hersteller von mobilen Datenerfassungsgeräten, Fahrkarten- und Parksystemen heute meldet, konnte das Hannoveraner Unternehmen einen Großauftrag von der Hamburger Hochbahn für sich gewinnen. Danach wollen die Hanseaten alle 900 Fahrzeuge bis Ende 2008 mit den Fahrkartenautomaten der Niedersachsen ausstatten. Der Auftrag beflügelt den Kurs von Hoeft & Wessel. Die Aktie liegt aktuell mit 14,4 Prozent im Plus und ist damit der heutige Top-Performer in den deutschen Indizes.
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