Turnaround bei Hoeft & Wessel - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 15. Mai 2007 17:00 Uhr
ENL5462
Möglicherweise ist bei der Aktie von Hoeft & Wessel in 2007 und 2008 sogar noch mehr drin. So konnten die Hannoveraner ihren Umsatz im ersten Quartal 2007 um 20 Prozent auf 18,0 Millionen Euro steigern. Da das erste Quartal traditionell schwach ist, lag das Ergebnis vor Steuern bei –1,4 Millionen Euro. Im Vorjahrszeitraum gab es hier noch einen Verlust von 1,6 Millionen Euro. Positiv werte ich den hohen Auftragsbestand. Dieser lag Ende März mit 64,5 Millionen Euro weit über den 45,9 Millionen Euro zum Vorjahresstichtag.
Hoeft & Wessel hat im vergangenen Jahr im Ausland, beispielsweise in den USA und Großbritannien, stark in den Ausbau des Vertriebsnetzes bzw. in Partnerschaften investiert. Zusätzlich wurden neue Produkte entwickelt, die jetzt auf den Markt kommen. Aufgrund des neuen Großauftrags der Hamburger Hochbahn halte ich in 2007 einen Umsatzanstieg bei Hoeft von 74,0 auf rund 100 Millionen Euro für möglich. Dabei erwarte ich einen klaren Turnaround der Niedersachsen. Der Verlust von 2,5 Millionen Euro bzw. 0,29 Euro je Aktie in 2006 dürfte sich dabei in einen ähnlich hohen Gewinn drehen – KGV 15. 2008 erwarte ich dann bei Hoeft & Wessel eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis. Das Gewinnmultiple könnte dabei deutlich in Richtung 10 absinken.
Nach dem starken Kursanstieg der letzten Tage besteht aber zumindest bei Hoeft & Wessel die Gefahr einer Korrektur. Wer mittelfristig denkt kann Rückschläge wie bei DAX & Co aussitzen.
Ihr
Georg Pröbstl
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