TSX-V: Topbildung oder Seitwärtsbewegung?
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 19. April 2011, 17:00 Uhr
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herzlichen Dank für die vielen lieben Genesungswünsche, die mich in den vergangenen Wochen von Ihnen erreichten. Sie haben gewirkt: Ab heute übernehme ich wieder das Ruder und berichte in Ihrem Nebenwerte Daily über die Welt der großen und vor allem der kleinen Rohstoffaktien.
Bevor ich loslege, will ich Ihnen aber noch herzliche Abschiedsgrüße von Miriam Kraus ausrichten, die mich in der Zeit der Abwesenheit mit vielen spannenden Beiträgen würdig vertreten hat.
Vielen Dank, liebe Miriam, für Deine Unterstützung, die ein wenig Abwechslung in die Thematik gebracht und sicher vielen Lesern Spaß gemacht hat!
Wenn die Themen von Frau Kraus nachhaltig ihr Interesse geweckt haben, empfehle ich Ihnen zusätzlich zum Nebenwerte Daily ein kostenloses Abonnement ihres Rohstoff Daily. Sie schreibt übrigens ab und an ebenfalls für den Rohstoff Investor, dessen Chefredakteur Andreas Lambrou Sie in den vergangenen Wochen mit einigen Beiträgen kennenlernen konnten. Diesen Premiumdienst kann ich Ihnen empfehlen, er hat mit diesem Team eine gute Führungsspitze erhalten, seit ich ihn leider krankheitsbedingt abgeben musste.
Wie hat unser Leitindex die vergangenen turbulenten Wochen überstanden?
Doch lassen Sie uns nun gleich in Medias Res springen. Viel hat sich ereignet, seit ich mich von Ihnen verabschiedet hatte, in Börse, Politik und auch mit neuen Katastrophen. Nun sind wir schon wieder in der nächsten Zahlensaison angelangt, die Alcoa in der vergangenen Woche wie üblich eröffnet hat (mit eher schwachem Ergebnis). Statt auf alle diese Details einzugehen, die Sie sicher bereits aus den Nachrichten erfahren haben, wollen wir uns heute lieber wieder einmal den Chart des größten Index von kleinen Rohstoffaktien ansehen, den der TSX-Venture-Börse.
Untypisch für diese normalerweise relativ starke Jahreszeit, hat der TSX-V bedingt durch den Japan-Schock schon im März ein vorläufiges Top ausgebildet. Die Erholung nach dem Einbruch hatte nicht die Kraft, das Hoch von Anfang März zu überwinden. Das wird bestätigt durch das zuletzt rückläufige Volumen. Der gestrige Abverkauf rund um den Globus hat weiteres Porzellan zerschlagen. Die Schuldenproblematik vieler Länder wurde durch die Ratingänderung für die USA und Spekulationen um Schuldenrestrukturierungen mit Haircuts in Europa erneut drastisch ins Bewusstsein der Anleger gebracht. Zudem wurden viele Märkte, wie auch der TSX-V, auf charttechnisch brisanten Niveaus erwischt, die Stopplawinen kurzfristiger Anleger ins Rollen brachten.
Die Indikatoren hatten es angekündigt: Die Aufwärtsbewegung verliert seit einiger Zeit an Kraft. Divergenzen zeigten sich bereits im RSI und MACD. Zudem gefällt mir nicht, dass der MFI-Moneyflow-Indikator schon seit Mitte Februar einen geringeren Geldzufluss anzeigte, auch wenn er sich fast die ganze Zeit noch über der entscheidenden Marke von 50 Punkten halten konnte. Die Marktbewegung verlor also bereits an Kraft, obwohl es der Index noch auf marginale neue Hochs schaffte.
Wir könnten nun feststellen, dass der Index bereits seit Herbst 2010 heftig überkauft war. Eine stärkere Korrektur war also längst überfällig. Das erkennen Sie unter anderem an dem extrem weiten Abstand zur 200-Tage-Linie. Die Frage ist jedoch natürlich, wie stark wird diese Korrektur ausfallen. Solange wir uns über der Marke von gut 2.000 besser 2.100 Punkten halten, ist noch nichts angebrannt, der langfristige Aufwärtstrend intakt. Sollten wir jedoch das Tief vom März 2011 nachhaltig unterschreiten, ist Gefahr im Anmarsch. Dann könnte eine Topbildung drohen.
