Trotz Unentschieden siegten die Bären
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 17. August 2010, 08:30 Uhr
auch wenn der Dax gestern quasi nicht von der Stelle kam, verharrt er dennoch weiter im Short-Modus. Die Tagesperformance von Plusminusnull zeigt beim deutschen Leitindex, aber auch beim Dow Jones und S&P 500, eigentlich eine Pattsituation zwischen Bulle und Bär an. Da aber während der Handelssession niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs als in der Vorwoche markiert wurden, haben die Bären einen Sieg errungen.
Anders bei den Technologieaktien. Hier griffen die Aktienakteure an der Wall Street zu. Und das obwohl es nichts Positives zu berichten gab. Die japanische Wirtschaft kommt praktisch nicht voran, das Bruttoinlandsprodukt wächst kaum noch. Und der Empire State Index für den Staat New York, der die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes misst, lag leicht unter den Erwartungen. Umso gespannter sind die Marktteilnehmer, was heute von der Nachrichtenfront gemeldet wird.
Von Seiten der Unternehmen ist nicht mehr viel zu erwarten. Die Berichtssaison läuft aus. Dafür konzentriert sich alles auf die Konjunkturdaten, die heute einiges an Potenzial aufweisen. Hierzulande wartet man gespannt auf den ZEW-Konjunkturbericht, aber auch die Leistungsbilanz der Eurozone interessiert. Über dem Teich beginnt um 14.30 Uhr die Zahlenparade, deren Hauptdarsteller die Erzeugerpreise und die Daten vom Baugewerbe sind. Eine Dreiviertelstunde später wird ein leichter Anstieg bei der US-Industrieproduktion erwartet. Die genauen Veröffentlichungszeiten sowie die Konsensschätzungen finden Sie wie immer am Ende der Kolumne - Rubrik Wirtschaftsdaten.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | -0,00% |
| Dow Jones: | -0,01% |
| S&P 500: | +0,01% |
| Nasdaq: | +0,15% |
| EUR/USD: | +0,20% |
| Gold: | +0,76% |
| Silber: | +1,77% |
| Öl (Sorte Brent): | -0,26% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): vorbörslich angriffslustig
Nach einem guten Start in die neue Handelswoche hatten die Bullen nicht mehr viel zu bestellen. Positiv zu werten ist aber, dass der Dax an der Unterstützung bei 6.060 Punkten ein starkes Intraday-Comeback hinlegte, welches mir dazu verhalf, den Tag nach vorherigen Verlusten doch noch mit Gewinn abzuschließen.
Vorbörslich zeigen sich die bullisch eingestellten Marktteilnehmer angriffslustig. Die Aufwärtslücke bringt den Dax in Reichweite zum Widerstand bei 6.160/65 Punkten. Dies ist die Hürde, die gemeistert werden muss, bevor ich long einsteige. Bei einem Scheitern an der Barriere, gehe ich hingegen short. Ebenfalls short ist angesagt, wenn der Dax die Unterstützung bei 6.127 Punkten nach unten verlässt. Da die 6.100er-Marke dann nicht mehr fern ist, muss der Trade an die kurze Leine genommen werden - es ist also eine engere Stopp-Setzung als gewöhnlich notwendig. Bei 6.100 Punkten steht ein Wechsel ins andere Lager an, wenn der Abwärtsdruck abnimmt und erste Anzeichen einer Stärker der Bullen erkennbar sind - etwa angezeigt durch bestimmte Candlestick-Muster oder Auffälligkeiten bei Indikatoren. Dann nehme ich also Gewinne mit und eröffne eine Long-Position. Sind die Bären aber in Überzahl, bleibe ich short investiert und rechne mit einem Rückgang bis an die Unterstützung bei 6.060 Punkten. Hier wiederhole ich gerne den Long-Trade von gestern, falls sich die Bullen wieder zeigen. Ansonsten halte ich am Short-Trade fest und visiere die magische 6.000er-Marke an.
Beim Bullen-Szenario baut sich bei 6.200 Zählern ein Widerstand auf. Wird er überwunden, ist die Kursregion um 6.250 Punkte noch heute ein realistisches Ziel. Dort, oder aber schon bei 6.200 Zählern, falls sich die Bullen hier eine blutige Nase holen, nehme ich Gewinne mit und gehe im Anschluss short.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 13 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die Bullen konterten an der Unterstützung bei 6.060 Punkten erfolgreich die zwischenzeitliche Drangperiode der Bären.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
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