Trotz Abgeltungssteuer: Keine überhöhten Aktienkäufe
Tom Firley in Investors Daily Update
vom 16. Dezember 2008, 10:30 Uhr
Liebe Leser,
haken Sie das Jahr 2008 jetzt langsam ab. Abgeltungssteuer hin oder her, treffen Sie jetzt Ihre letzten Kauf-Entscheidungen, aber „übertreiben" Sie es nicht.
Möglicherweise erwartet uns in den letzten Tagen des Jahres noch eine kleine Zwischen-Rally. Aber auch dies sollte Sie nicht zu übereilten (oder überhöhten) Käufen hinreißen, um ggf. Abgeltungssteuer zu sparen. Denn:
Der Pferdefuß bei stark überhöhten Aktienkäufen zum Jahresende, um Abgeltungssteuer zu sparen, ist ganz einfach: Sie kaufen jetzt noch Aktien, um diese nach einem Jahr steuerfrei verkaufen zu können (und somit 25% Steuerabzug vom Gewinn zu sparen). Sollten aber genau diese Aktien in den nächsten Monaten um 20 oder 30 Prozent (oder mehr) fallen, werden Sie vermutlich nicht verkaufen.
Sie werden dann vielleicht denken: „Ach, ist doch egal, die paar Verluste. Hauptsache, ich zahle keine Abgeltungssteuer." Und Verluste hinzunehmen, nur um Steuern zu sparen, ist keine wirklich clevere Vorgehensweise.
Kaufen Sie sich die Evergreens, die Sie noch Ihren Kindern oder Enkeln vererben möchten (vielleicht Wal-Mart, Coca-Cola oder McDonalds). Aber starten Sie jetzt keine großartigen Versuche mehr (zum Beispiel eine Infineon am Tief abfischen zu wollen).
Das nächste Jahr wird meines Erachtens ein Trading-Jahr werden. Das bedeutet, dass sich die Indizes in einer verhältnismäßig engen Range bewegen werden und sich somit kurzfristigere Strategien anbieten werden (schneller rein, schneller raus). Und somit kommt uns die Abgeltungssteuer sogar entgegen, da es „wurscht" ist, wie lange Sie eine Aktie halten.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
PS: In letzter Sekunde können Sie sich hier noch ein paar Ideen für die Umgehung der Abgeltungssteuer holen : Sonderanalyse Abgeltungssteuer
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