Trinkwasserkrise?
Bill Bonner, Kapitalschutz Akte vom 16.06.2008 07:00
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Dr.Martin Weiß und Bill Bonner
ENL5286
Was mich in der letzten Zeit dazu bringt, über die menschliche Art nachzudenken, ist ein Bericht im Daily Telegraph. Dort hieß es, dass bei einer Konferenz von Goldman Sachs die fünf größten Risiken" der Welt herausgekommen seien. Das Team von Goldman hat dem amerikanischen Schreckgespenst, dem Terrorismus, den Rücken gekehrt. Heute glauben sie, die größte Gefahr sei die Wasserknappheit.
Es ist nicht so, dass es nicht genug Wasser gebe. Es gibt nur nicht genug Wasser an den richtigen Orten. Und es an die richtigen Orte zu bringen ist teuer. Also, erklärt Goldman, lässt sich an dieser Stelle Geld verdienen.
Ich weiß nicht, ob es der Bericht war, der dumm war... oder der Daily Telegraph. Dort heißt es z.B. dass Wasser keine erneuerbare Ressource" sei. Nein, was ist denn mit Wasser passiert? Es verdunstet, heißt es in der Zeitung. Aber fällt das Wasser dann nicht später als Regen wieder zur Erde? Vielleicht habe ich da etwas verpasst.
Und dann zitieren sie direkt aus dem Bericht. Man geht davon aus, dass bis zum Jahr 2050 ungefähr ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu geeignetem Trinkwasser mehr haben wird".
Wie kann das sein? Laut Definition müssen Menschen, wenn sie leben, etwas trinken. Und es muss geeignet sein, denn andernfalls verdursten sie.
Die wahre Frage, die sich stellt, lautet: Wie viel wird es kosten, das Wasser zu bekommen? Und wo werden diese Leute das Wasser bekommen?
Doch wir wollen diese Fragen zur Seite schieben. Mich interessiert heute nur, wie es funktioniert.
Bedeutet ein Mangel an Wasser, dass die Blase der Menschheit dem Untergang geweiht ist?
Oder haben wir Homines Sapientes eine besondere Art der Würde, die uns aus den Blasengesetzen ausschließt... z.B. auch von der Rückkehr zum Mittelmaß?
Wenn das Wasser knapp wird, dann steigen natürlich die Preise. Früher oder später wird auch der Wasserpreis in Blasenbereiche kommen.
Aber was wird dann passieren? Wird die Blase bei Wasser die Blase unserer Art zum Platzen bringen? Oder werden wir eine Möglichkeit finden, dieses Problem zu umgehen... und die Blase bei Wasser zum Platzen bringen, so dass wir genug haben, um es zu Dauertiefpreisen herumschleudern zu können.
Mein Kollege Chris Mayer weist darauf hin, dass in Amerika die zerbrechende Infrastruktur bei Wasser ein großes Problem ist.
Amerika hat allein fast 700.000 Meilen alternder Wasserrohre und Pumpstationen."
Einige dieser amerikanischen Systeme sind mehr als 100 Jahre alt. Sie nutzen sich ab. Der Druck geht zurück. Das Wasser tritt heraus. Die Städte verlieren bis zu 30% ihrer Trinkwasservorräte an diese Lecks. Und außerdem können Dinge wie Arsen, Abwasserpartikel, Chlor oder zerfallenes Metall hineingeraten.
Mit mehr als 55.000 öffentlichen Wassersystemen... und ungefähr 20.000 Wasseraufbereitungsanlagen... und ungefähr 75.000 Dämmen und Reservoirs... allein in den Vereinigten Staaten, hat man es hier mit einer gewaltigen Infrastruktur zu tun, die ausgebessert und auf den neusten Stand gebracht werden muss."
Und hier gibt es für Investoren einige großartige Möglichkeiten.
"Die Wasserreinheitsgesetze der Umweltbundesbehörde von 2005 verlangen, dass diese Systeme auf den neusten Stand gebracht werden. Allein die amerikanischen Ausgaben für eine neue Wasser-Infrastruktur könnten bis 2015 eine Billion Dollar noch übersteigen, heißt es sowohl von Analysten bei Merrill Lynch als auch im Wall Street Journal", fährt Chris fort.
"Und bedenken Sie, dass genauso wie der amerikanische Markt, auch der chinesische Markt für Wassersysteme fast doppelt so schnell wachsen wird, wie weltweit - mit mehr als 250 Milliarden zusätzlicher Ausgaben zwischen heute und Ende 2008."
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