Trends erkennen und nutzen
Dominique Braun (Gastbeitrag) in Investors Daily
vom 9. Februar 2010, 18:00 Uhr
ENL5454
Was für Trends gibt eigentlich? Ich rede dabei nicht von Modetrends, sondern von Trends an den Finanzmärkten. Insgesamt gibt es drei Trends, die im Fokus von Anlegern bzw. Investoren stehen: Aufwärtstrend, Abwärtstrend, Seitwärtstrend
Innerhalb dieser drei Trends kann man dann noch zeitliche Unterschiede ausmachen. So gibt es beispielsweise kurzfristige, mittelfristige und langfristige Trends. Dies bedeutet nichts anderes, dass sich beispielsweise eine Aktie langfristig in einem Aufwärtstrend befinden kann, kurzfristig aber in einem Abwärtstrend und sich mittelfristig eher seitwärts bewegt.
Um auszumachen, was für ein Trend vorliegt, bedient man sich der Charttechnik und verwendet Trendlinien. Dabei werden Tiefst- oder Höchstkurse miteinander verbunden. Es gibt zwei unterschiedliche Linien, die dadurch gebildet werden können.
Widerstandslinie
Die erste Linie ist eine Widerstandslinie, die gebildet wird, wenn die Höchstpunkte der Kurse z.B. einer Aktie mit einer Linie miteinander verbunden werden. Marktteilnehmer nutzen die Widerstandslinie für mögliche Verkaufssignale.
Unterstützungslinie
Das Gegenteil zu der Widerstandslinie ist die sogenannte Unterstützungslinie. Diese erhält man, wenn die Tiefpunkte der Kurse einer Aktie anhand einer Linie miteinander verbunden werden. Marktteilnehmer nutzen die Unterstützungslinie oftmals für mögliche Kaufsignale.
Die Kombination einer Widerstands- und einer Unterstützungslinie kann einen sogenannten Trendkanal bilden. Ein Trendkanal sind zwei parallel zueinander geführte Linien (eine Widerstands- und eine Unterstützungslinie). Es gibt dabei drei mögliche Trends, die ich bereits zu Beginn angemerkt habe: Aufwärtstrend, Abwärtstrend und Seitwärtstrend.
Trendlinien und Trendkanäle werden nicht nur bei Aktien, sondern bei allen möglichen Finanzinstrumenten angewendet, um den bestmöglichen Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkt zu erkennen.
Trendlinien und Trendkanäle geben einen guten Aufschluss über einen möglichen Kauf- oder Verkaufszeitpunkt z.B. in einer Aktie. Sie sehen aber auch durch die Marktbewegungen, dass ein Trend oder eine Linie durchbrochen werden kann. Denn nichts ist dabei für die Ewigkeit. Es empfiehlt sich daher auch, Trendlinien und Trendkanäle mit dem Einsatz von Chartindikatoren zu benutzen um eine bessere Interpretation eines Charts für mögliche Kauf- oder Verkaufssignale zu erhalten.
Mit besten Grüßen
Dominique Braun
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