Trendlinien
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 29. Dezember 2010, 08:30 Uhr
ENL5454
in der gestrigen Charttechnik-Serie haben wir uns Horizontalunterstützungen und Widerstände angeschaut. Innerhalb von sehr langen oder auch sehr steilen Bewegungen nützen uns die Horizontalzonen aber manchmal wenig, schlichtweg weil sie einfach zu weit vom aktuellen Kurs entfernt sind. Hier helfen Trendlinien weiter. Trendlinien verbinden markante Hoch- oder Tiefpunkte von Kursverläufen. Das gilt sowohl für Aufwärts- als auch für Abwärtstrends.
Einen Trick möchte ich Ihnen noch verraten. Angenommen, Sie haben in einem Aufwärtstrend die markanten Tiefpunkte zu einer schönen Trendlinie verbunden. Dann versuchen Sie doch einmal, diese Trendlinie an einen (oder falls möglich) mehrere der Hochpunkte dieses Aufwärtstrends zu verschieben, so dass ein Trendkanal entsteht. Vor allem in einem sehr frühen Trendstadium erkennen Sie dadurch häufig vor dem Markt eine Widerstandszone, die der Kurs selbst erst später bestätigt. Kurse neigen nämlich sehr oft zu Reaktionen an parallel verschobenen Rückkehrlinien und früher oder später fast immer zur Bildung eines Trendkanals. So auch beim DAX in diesem Jahr. Das schauen wir uns einmal in meinem zweiten Beitrag an (unten).
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