Trenddynamik lässt nach – auf die 20 Tage-Linien achten
Ronald Gehrt in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. Oktober 2007 07:30 Uhr
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Letztlich ist, wie die Überschrift aussagt, noch nicht das Geringste passiert, was darauf schließen lässt, dass eine Korrektur wirklich einsetzen wird. Am Interessantesten ist da der Dow Jones:
Der war nämlich am nächsten an seinem 20 Tage-Durchschnitt dran ... und wo haben die Kurse gestern natürlich wieder nach oben gedreht? Klar, eben dort. Das ist die typische Reaktion: Am 20 Tage-GD wird gekauft, um Verkaufssignale zu verhindern. Folglich müssen wir auf den jetzt auch genau achten. Wenn der 20 Tage-Durchschnitt auf Schlusskursbasis unterschritten wird und nicht am nächsten Tag auf Schlusskursbasis zurück erobert werden kann, dann wäre eine Korrektur wahrscheinlich.
Sehen sie sich bitte dazu auch mal die Umsätze an. Das ist etwas verwirrend, da die Umsätze für den gestrigen Tag noch nicht da sind. Das heißt, der „Peak“, der kleine Anstieg am vorletzten Umsatzbalken, gehört zum Donnerstag, als die Kurse intraday plötzlich nach unten drehten. Das ist zumindest ein Warnsignal, denn kaum ging es Freitag wieder etwas rauf, gingen die Umsätze wieder zurück!
Im Nasdaq 100 können wir festhalten, dass der Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrendkanals und des 20 Tage-Durchschnitt bei 2.110/2.120 eine Korrektur einleiten sollte. Solange dieser Trendkanal hält, wäre ein erneuter kräftiger Anstieg rein charttechnisch jederzeit drin. Aber: Wenngleich das gestrige Minus nicht allzu kräftig war ist es ein Warnsignal, dass schon einen Tag nach dem Versuch, das „bearish engulfing pattern“ zu neutralisieren, schon wieder Abgaben auftreten.
Der Dax sieht im Chart am dramatischsten aus, weil er sich so lange an die obere Begrenzung des breiten Trendkanals geklammert hat. Damit ist nun gut Luft nach unten – selbst ein Rücksetzer in den Bereich 7.630 wäre nicht einmal eine Korrektur, sondern eben nur ein normaler Rücksetzer, dem nicht „mehr“ folgen müsste. Aber:
Kurzfristig kann man sich höher, nämlich auch hier am 20 Tage-Durchschnitt bei (heute) ca. 7895 orientieren. Den werden die Trader nicht einfach aufgeben. Wenn das geschieht, ist auch hier zumindest um die 250 Punkte weiter Platz nach unten. Nach oben wäre erst wieder richtig Luft über 8.150, da liegen aber so viele Widerstände bei überkaufter Markttechnik, dass damit zumindest in den kommenden zwei, drei Tagen nicht zu rechnen ist.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag – bis morgen!
Ronald Gehrt
The Daily Observer
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