Trendbestimmung Gold auf dem Prüfstand (Fortsetzung)
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Gold als Geldanlage
vom 15. April 2011, 16:00 Uhr
ENL5454
Die klassische Analyse arbeitet gerne mit den drei Trendformationen Primär-, Sekundär- und Tertiärtrend. Die Idee dahinter ist, im ersten Schritt den großen überlagernden Primärtrend (1) zu identifizieren, so wie wir das im aktuellen Beispiel im Monatschart zu Gold gemacht haben. Wir warten dann darauf, ob sich der Trend irgendwann beschleunigt oder seine Richtung wechselt. Im Fall von Gold können wir drei Marktphasen erkennen, in denen sich Beschleunigungsphasen (rot) und damit Sekundärtrends (2) gebildet haben. Die ersten zwei wurden korrigiert, aber die dritte hat sich jetzt noch ein weiteres Mal beschleunigt und einen Tertiärtrend (3) ausgebildet.
Wichtig: Diese Trendphase ist häufig sehr steil, impulsiv, aber auch final.
Gold im Monatschart von 2003 bis 2011
Die Tertiärtrendphase ist häufig sehr steil und final, aber leider auf der Zeitachse nicht zu prognostizieren, aber der Nutzen von Trendlinien ist trotzdem gegeben, denn:
- Trendlinien helfen Stopps zu definieren und eine gewisse Orientierung darüber zu vermitteln, wo sich der Kurs noch hinbewegen könnte. In unserem Beispiel ermöglicht die oberste Gann-Linie (grün) eine Prognose von 1.850 US-Dollar über die nächsten 8 Monate.
- Ähnlich wie die Sekundärtrends 2006 und Anfang 2008 korrigiert wurden und die Kurse eine Stufe darunter an die Primärtrendlinie herangeführt wurden, sollte ein Bruch der jetzigen Tertiärtrendlinie und eine mögliche Korrektur bis an die Sekundärlinie bei aktuell 1.310 US-Dollar für das Risiko- und Moneymanagement einbezogen werden.
- Fällt eine Korrektur aber so stark aus, dass zwei Trendstufen gebrochen werden, ist häufig auch der Primärtrend in Gefahr und eine Trendwende einzukalkulieren.
In der nächsten Woche werden wir das Thema weiterverfolgen, schreiben Sie uns doch über Ihre Erfahrungen und mit welchen Tricks sie den Märkten ihren Profit abringen.
Viel Erfolg am Markt wünscht Ihnen
Ihr Jürgen Nowacki
Zum ersten Teil von: Trendbestimmung Gold auf dem Prüfstand
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Helmut Gonschor (15.04. 2011 17:01 Uhr):
Hallo Herr Nowacki, was helfen die ganzen Trendbestimmungen, wenn die US-amerikanischen Großbanken nach Lust und Laune Goldkursdrückungen vornehmen, wie sie trefflich und zahlreich von Dimitri Speck in seinem Buch beschrieben wurden. MfG Helmut Gonschor
Antworten - Kommentar von Rudolf Jursic (17.04. 2011 11:19 Uhr):
Hallo Herr Nowacki, ich würde gerne wissen, warum sie nicht die log-Teilung genommen haben, sondern linear. Wie halten Sie mit den beiden. Herzliche Grüße aus Berlin Rudi
Antworten- Antwort von Jürgen Nowacki (18.04. 2011 09:19 Uhr):
da haben Sie Recht, log.wäre besser aber die meisten Menschen arbeiten lieber mit linearer Darstellung. Das Argument dass Charts selbsterfüllende Prophezeiungen wären, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber danke für den Hinweis, ich werde das mal in einem Daily thematisieren.
- Antwort von Jürgen Nowacki (18.04. 2011 09:19 Uhr):
- Kommentar von Der Realist (17.04. 2011 15:25 Uhr):
Das ist eine technische Analyse. Vielleicht sollten beim Kursziel darüber hinaus noch die Ängste der Menschen vor einer Währungsreform zur Lösung der überdimensionalen weltweiten Verschuldungsproblematik berücksichtigt werden, die in früheren Jahren nicht da war. Vor diesem Hintergrund ist der Gold- und Silberrun derzeit vor allem zu sehen.
Antworten- Antwort von juergen nowacki (18.04. 2011 09:15 Uhr):
gute idee und wenn Sie mir eine Tip geben, wie ich das darstellen soll, warum nicht?
- Antwort von juergen nowacki (18.04. 2011 09:15 Uhr):
weitere Ausgaben von
Investoren Wissen
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Travel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Travel Trader
