Trend des 21. Jahrhunderts
Daniel Wilhelmi in Traders Daily
vom 15. Januar 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Emerging Markets sein.
Hier liegen die größten Investment-Chancen unserer Generationen. Nur versteht die Masse der Anleger nicht, die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Im Nachhinein, im Jahr 2050 oder so, werden die Anleger zueinander sagen: Der Aufstieg der Emerging Markets war doch völlig offensichtlich. Warum haben wir denn nur die Zeichen damals nicht gesehen?
Wenn ich Ihnen folgende aktuellen Zeichen nenne, wie würden Sie dieses Land beurteilen?
- Nach einer neuen Studie lebten in diesem Staat in 2004 13% aller Bürger in Armut oder sind von einem Abrutschen in die Armut betroffen.
- In 2005 sind 144.800 Bürger dieses Landes ausgewandert. Die Zahl der Auswanderungen steigt seit 2001 jedes Jahr immer weiter an.
- Die Bevölkerung dieses Landes wächst nicht mehr, sondern ist in den letzten 2 Jahren sogar geschrumpft. Bis 2050 soll die Bevölkerungszahl um ca. -12% sinken.
- In 2050 wird die Zahl der 60-Jährigen in diesem Land doppelt so hoch sein wie die Zahl der Neugeborenen. Die Zahl der 80-Jährigen wird sich bis 2050 fast verdreifachen.
- Die Gruppe der Bürger im erwerbstätigen Alter wird sich von heute bis 2050 um ca. -25% verringern.
- Die Reallöhne sind in den letzten fünf Jahren in jedem Jahr gegenüber dem Vorjahr gesunken.
- Die Volkswirtschaft ist in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt -2,0% langsamer gewachsen als die Weltwirtschaft.
- In zwei der letzten fünf Jahre wurde ein negatives Wirtschaftswachstum verzeichnet.
Die Liste ließe sich endlos fortführen. Aber ich ziehe hier einen Schlussstrich. Ich denke, Sie haben den Punkt verstanden. Was würden Sie über ein solches Land und dessen zukünftige Entwicklung sagen? Wie würden Sie dessen Perspektiven für die Zukunft einschätzen? Ich bin mir sehr sicher, dass Sie sagen würden: Dieses Land hat seinen Zenit überschritten. Das ist es jedenfalls, was mir diese Zeichen und Daten sagen. Ach übrigens: Diese Fakten habe ich mir nicht ausgedacht.
Das Land von dem hier die Rede ist, gibt es wirklich. Es ist: Deutschland.
Doch dieser Abstieg ist kein Deutschlandspezifisches Problem. Ob es die rasant überalternde Gesellschaft in Japan oder die „Verschuldeten Staaten von Amerika" sind - gehen Sie einfach unvoreingenommen mit offenen Augen durch das Leben, und Sie können die Zeichen des Wandels erkennen. Überall.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bernd Fischer (15.01. 2010 12:20 Uhr):
hallo, herr wilhelmi, das ist so wohl richtig,eas die fakten betrifft. aber gerade deshalb gibt es das streben nach "vereinigten europäischen Staaten", um die entwicklung in unserem wirtschafts- raum zu kompensieren. ich denke, das wissen sie, sie sollten es aber erwähnen. grüsse bernd fischer
Antworten - Kommentar von Spiehs (15.01. 2010 19:24 Uhr):
Es wäre schön gewesen, wenn Sie in diesem Zusammenhang einmal über die BILDERBERGER ein Wort verloren hätten. Schröder, Fischer, Westerwelle, Merkel, Koch (der nach der NRW-Wahl Merkel ablösen wird) etc. Das Ganze ist geplant, wie auch die globale Finanzkrise, von der Hochfinanzmafia in USA. mfg jens spiehs
Antworten - Kommentar von Federa (18.01. 2010 15:09 Uhr):
Man darf immerhin nicht vergessen, dass diese aufstrebenden Länder meist "auf Teufel komm raus" produzieren, soll heissen: kaum Menschen/Sozial u. Umweltschutz gesetze. Sollten die mal draufkommen, wäre wohl ein grosser Batzen von den aufgelaufenen Gewinnen erstmal weg. Freundlichst Federa
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