Trading Tipp: Mehrere Zeitebenen in einem Chart
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 20. August 2010, 16:00 Uhr
ENL5462
als Trader kennen Sie dies wahrscheinlich: Sie möchten gerne auf mehreren Zeitebenen gleichzeitig ein passendes Signal haben.
Natürlich liegt hier eine Möglichkeit in einem großen Bildschirm, auf den Sie mehrere Charts packen können (oder natürlich mehreren Schirmen).
Doch vielleicht muss der ein oder andere Trade ja auch mal von unterwegs ausgeführt werden und das Netbook hat einfach nicht den gleichen Platz wie auf dem Schirm.
Was also tun? Vor allem, wenn Sie nicht ständig zwischen Charts hin und her wechseln möchten?
Trendvisualisierung mit exponentiellen Gleitschnitten
Eine kleine, eigentlich recht einfache Methode, wie man mehrere Informationen bezüglich Zeitebenen in einen Chart packen kann, lässt sich durch das Übereinanderlegen von Gleitschnitten erreichen.
Ein Beispiel:
Angenommen, Sie arbeiten viel mit dem exponentiellen 20er-Gleitschnitt (kurz: EMA(20)).
Sagen wir, Sie hätten nun einen starken Trend und möchten bei einer vorübergehenden Rückkehr am EMA(20) einsteigen. Sie gehen hierbei vom Tageschart aus, möchten jedoch auch im Wochenchart entsprechend günstig stehen, so dass Sie auch das längerfristige Bild auf Ihrer Seite haben.
Nun könnten Sie z.B. wie folgt vorgehen:
Legen Sie sich den EMA(20), den EMA(50) und den EMA(100) in Ihren Tageschart. Auf diese Weise haben Sie einen EMA für den kurzfristigeren, einen für den mittelfristigeren und einen für den langfristigeren Trend und sehen so auf einen Blick die Trends in allen Zeithorizonten. Besonders praktisch dabei: Der EMA(100) auf dem Tageschart entspricht praktisch dem EMA(20) auf dem Wochenchart (100 : 5 = 20).
Dieser Tipp mag sicher manch einem Profi trivial erscheinen, doch kann er durchaus dazu beitragen, sich das ein oder andere nervige Umschalten gerade in Situationen ohne großen Bildschirm zu ersparen.
Beste Grüße und ein angenehmes Wochenende,
P.S.:
Lesen Sie heute im zweiten Teil von Investoren Wissen einen Gastbeitrag meines Kollegens Markus Miller, seines Zeichens Chefredakteur von "Kapital und Steuern vertraulich". Der besagte Artikel entspricht in einigen Details nicht meiner Ansicht, aber ich halte das angesprochene Thema für mehr als berechtigt und wichtig und wünsche Ihnen somit eine angenehme Lektüre.
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