Trading-Chancen des Tages – Rückblick
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 12. Februar 2010, 17:30 Uhr
Dax (DAX.I): zu lange gezögert
Anfangs setzten sich nach einem kleinen Rücksetzer, die vorbörslichen Vorgaben waren sehr ambitioniert, erst einmal die Bullen wieder durch. Damit wurde mein morgendliches Long-Szenario aktiviert. Bei 5.557 Punkten wurde ich eingestoppt. Doch die erwarteten Anschlusskäufe blieben nach dem Überwinden des Widerstands aus. Die erste Abwärtswelle des Tages löste meine Stopp-Order aus (Ausführung zu 5.532).
Zur Mittagszeit beruhigten sich wieder die Gemüter. Gedanklich ist das Griechenland-Thema bzw. die Enttäuschung wegen ausbleibender Fakten nun durch. Wie erhofft zeigten sich die Bullen an der Unterstützungszone bei 5.500 Punkten wieder selbstbewusster. Ich ging zu 5.506,5 Punkten long als sich der Dax an der glatten Kurs-Marke nach oben abstoßen konnte. Dieser Trade entwickelte sich sehr gut, obwohl es zwischenzeitlich noch einmal zu einem Rücksetzer an meine Einstiegsmarke kam. Als der Dax fast exakt an der Widerstandszone bei 5.540/50 Punkten kehrt machte, stieg ich aus der Long-Position aus (bei 5.537).
Ich verpasste aber nun gleich short zu gehen, was aufgrund meiner morgendlichen Analyse gerechtfertigt gewesen wäre. Doch ich zögerte und dann war die Chance auch schon vertan. In kürzester Zeit ging es wieder in Richtung 5.500er-Marke. Ich beschloss daraufhin meine Handelswoche zu beenden.
Ergebnis: Gewinn 5,5 Dax-Punkte
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Der Dax kann seine vorbörslichen Vorschusslorbeeren nicht bestätigen.
Wochenergebnis
Diese Woche verbessert sich meine Performance nur um 17,5 Dax-Punkte. Weit weniger als beispielsweise letzte Woche, doch in diesem nervösen Marktumfeld muss ich mich mit dem Ergebnis zufrieden geben.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Seit 2.11. können Sie den CFD auf den Dax (und andere Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
EUR/USD: der Euro kommt nicht zur Ruhe
Der Euro scheiterte heute morgen klar an der 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Damit konnte meine Trigger-Marke für Long-Aktivitäten nicht erreicht werden (die 1,37er-Marke). Damit stand fest: Die europäische Gemeinschaftswährung wird heute nicht zur Ruhe kommen. Weiter beherrschten die Euro-Skeptiker den Markt, zumindest in der ersten Tageshälfte.
Als das letzte signifikante Tief bei 13580 - von Anfang Februar - unterschritten wurde, wurde ich in den Markt eingestoppt (bei 1,3573). Bis zur Mittagszeit rauschte der Euro weiter südwärts. Dabei wurde das Tagestief bei 1,3530 markiert. Diesen Buchgewinn durfte ich mir natürlich nicht mehr komplett nehmen lassen. Ich zog meinen Stopp in die Gewinnzone nach. Da sich nun mehr und mehr die Euro-Bullen zeigten, wurde die Position auch bald nach meiner Stopp-Anpassung geschlossen (zu 1,3552). Am Nachmittag konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung weit vom Tagestief lösen. Ich wurde aber nicht mehr aktiv. Wochenende!
Ergebnis: Gewinn 21 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Erst kräftig abwärts, dann folgte eine starke Gegenbewegung. Die Euro-Anhänger halten heute Nachmittag dagegen.
Tages- und Wochenfazit: an alle Männer
Übermorgen ist Valentinstag, der Tag der Liebenden und der Floristen. Vielleicht sollte man derartige „Kommerz-Tage" auch für besonders bedrohte Branchen einführen und damit aktiv gegen die Wirtschaftskrise angehen? Etwa einen „Auto-Tag", bei dem dann überteuerte Autos reißenden Absatz finden. Damit wäre dann auch ein vergleichbarer Tag für uns Männer installiert. Oder aber die ohnehin schon teuren Investmentfonds der Banken werden mit doppelten Ausgabeaufschlag am „Banken-Tag" tausendfach gekauft. Als ich diese Zeilen schreibe merke ich zunehmend, dass ich reif für das Wochenende bin. Vermutlich dachten Sie sich beim Lesen gerade auch, dass ich allmählich „abdrifte"? Valentinstag: Bitte dran denken! Mehr wollte ich eigentlich nicht schreiben!
Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
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