Trading-Chancen bei USDCHF und EURHUF
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 5. März 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
*** Manchmal werde ich zu meiner Einschätzung zu DAX oder Dow Jones gefragt.
Dann komme ich mir ein bisschen wie „auf dem Amt" vor, weil ich dann sinngemäß mitteile: „Nicht zuständig!"
Ist aber so.
Wenn man es in unserer heutigen Finanzwelt zu was bringen will, sollte man sich spezialisieren (Binsenweisheit, welche ich einem Sohn von mir mit auf den Weg geben würde).
Das handhabe ich jedenfalls so. Also lautete einst ein Beschluss von mir: Spezialisiere Dich in der Finanzwelt auf Schätze des Bodens sowie papierne Währungen sowie Anteile an Unternehmen aus aufstrebenden Ländern (China, Indien, Thailand, Vietnam...). Und setze wenn möglich auf Märkte, nicht auf Einzeltitel.
Für alle anderen Bereiche suchte ich mir Experten, die mir vertrauenswürdig und kompetent erscheinen, und achte deren (kostenpflichtigen) Rat.
Was Dow Jones und DAX betrifft: Da ist meiner unmaßgeblichen Ansicht zufolge nach ohnehin der kostenlose „Investor´s Daily" Pflichtlektüre (www.investors-daily.de).
Und dessen Chefredakteur Tom Firley bringt gute Analysen, prophezeite auch den Bruch der 7.000er Marke beim Dow Jones. Natürlich kann niemand in die Zukunft schauen - aber er liefert Szenarien, charttechnische Analysen, Statistiken - gefällt mir gut. Und er ist persönlich glaubwürdig (kenne ihn).
Also: Wenn Sie Analysen zu DAX oder Dow Jones möchten - dann bitte an den Investor´s Daily halten!
*** Nun zu „meinen Märkten".
Nachrichten wie die von einem Rückgang der US-Wirtschaftsleistung um 6,2% (Entwicklung des US-BIP im vierten Quartal) oder wie die von einem Rekordverlust der American International Group AIG (61,7 Mrd. Dollar Minus!)...
...sehe ich keineswegs „ängstlich", beunruhigt mich wenig.
Denn es gibt ja immer auch einen Basiswert, welcher von so etwas profitiert.
Nehmen wir die aktuellen Nachrichten:
Die sind für den Dollar negativ. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass eine andere, stabilere Währung als der Dollar im Gegenzug relativ profitiert.
Und in der Tat: Der gute alte Schweizer Franken hat in den letzten Tagen gegenüber dem Dollar durchaus schon etwas davon profitiert.
Der folgende Chart zeigt, wieviel Schweizer Franken für einen Dollar gezahlt werden müssen. Sie müssen also umdenken: Je geringer der Wert, desto stärker der Franken.
Und wenn der Kurs nun unter die Marke von 1,17740 fallen sollte, bietet sich meiner Ansicht nach eine schöne Trading-Chance auf einen weiter fallenden Dollar. (Das richtige Instrument wäre dann ein USDCHF Short-Zertifikat).
Oder nehmen wir ein anderes schönes Währungspaar:Euro in ungarischen Forint. Die osteuropäischen Währungen haben es derzeit schwer, da gibt es in einigen Ländern eine regelrechte Kapitalflucht. Bei den EU-Mitgliedsländern wird die EU zwar im absoluten Notfall helfen - doch vorher wird es schon zu einem deutlichen Einbruch der betreffenden Währungen gekommen sein.
Konkret hier der Chart, der anzeigt, wieviel Forint für einen Euro gezahlt werden müssen:

Ein schöner Aufwärtstrend, besonders wenn nun auch noch die 310,01 fallen. Dann durchaus weiter prozyklisch dabei bleiben (das richtige Instrument ist dann ein EURHUF Long-Zertifikat).
Das sind Basiswerte, die ich derzeit als Basiswerte für Trades interessant finde!
Und bitte fragen Sie mich nicht nach Dow Jones oder DAX....
Mit herzlichem Gruß,
Ihr
Michael Vaupel
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