Trader Wissen: "Junk Food" für Ihr Portfolio – Schlechte Trades Teil 3
Investoren Wissen
vom 27. Dezember 2005 16:00 Uhr
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Heutzutage wird es immer einfacher für uns, die falschen Entscheidungen zu treffen.
Wir werden rund um die Uhr mit hunderten von billigen Fernsehsendungen zugemüllt.
Man bekommt wirklich alles frei Haus geliefert. Wie völlig ungesundes Junk Food.
Oder Penny Stocks. Viele von ihnen haben noch nicht einmal einen Business Plan. Ein Klick mit der Maus am Computer und Sie haben die Aktie.
Und damit haben Sie einen weiteren schlechten Trade durchgezogen. Der reinste Fraß für Ihr Portfolio.
Ich habe Ihnen in den letzten Ausgaben gezeigt, warum wir überhaupt diese schlechten Trades machen und was sie uns kosten.
Heute sehen wir uns einmal ein paar Möglichkeiten an, wie man diese schlechten Trades vermeidet.
So erkennen Sie die schlechten Börsengeschäfte
Wir müssen erst einmal diese Deals von den guten unterscheiden.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber Sie erkennen einen schlechten Trade unter anderem durch folgende Fragen:
Erfüllt dieses Geschäft alle Ihre Anforderungen, die Sie an eine Position stellen?
Erfüllt das Geschäft zwar einige Ihrer Anforderungen, aber machen Sie nicht doch beim einen oder anderen Punkt Abstriche?
Wenn Sie einen Trade nur aus dem Bauch heraus machen: Haben Sie überhaupt eine Ausstiegsstrategie für diese intuitiven Geschäfte?
Können Sie mit diesem Geschäft nur das Geld zurückgewinnen, dass Sie mit dem letzten ähnlichen Deal verloren haben?
Steigen Sie nur deswegen ein, weil Ihnen langweilig ist oder weil Sie nicht wissen, was Sie sonst kaufen könnten?
Steigen Sie wegen einem Geheimtipp oder einer heißen Story ein, die aber eigentlich gar nicht zu Ihren anderen Geschäften passt?
Das ist nur eine kleine Auswahl der Gründe für schlechte Trades. Versuchen Sie aber folgendes: Wenn Sie erkannt haben, dass ein Geschäft nichts taugt, sollten Sie sich überlegen, aufgrund welcher Überlegungen Sie überhaupt eingestiegen sind. Schreiben Sie sich diese Gründe in Ihr Börsentagebuch. Sie haben doch eins. Oder?
Schreiben Sie die Gründe für einen Trade in Ihr Börsentagebuch
Wenn Sie weiterhin schlechte Trades machen, dann sind Sie dadurch in der Lage die Muster zu erkennen, die Sie zu so einem Geschäft verleiten.
Bei den meisten Anlegern reicht die Erkenntnis, dass sie überflüssige Trades machen, schon aus, um solche Orders zu vermeiden.
Wer aber dennoch immer wieder schwach wird und bei zweifelhaften Geschäften einsteigt, hier ein paar Tipps, wie man sie vermeiden kann:
Schreiben Sie sich jeden Trade genau auf. Schreiben Sie zusätzlich zu den wichtigen Informationen wie Datum, Zeit, Kennnummer, Zahl der Aktien, Kaufpreis, Stopp loss, Zielkurs usw. auch auf, warum Sie eingestiegen sind und warum Sie wieder ausgestiegen sind. Wenn Sie einmal jeden Trade schriftlich begründen müssen, werden Sie ganz bestimmt deutlich weniger oft beim Kauf ein Auge zudrücken.
Wenn Sie durch das Aufschreiben der Trades die schlechten Geschäfte noch nicht ganz vermeiden können, dann sollten Sie sich einem Partner gegenüber dafür verantworten. Wenn Sie die einzelnen Geschäfte zum Beispiel mit einem Freund besprechen, werden Sie beim Kauf oder Verkauf einer Position viel kritischer.
Die unüberlegten Trades mindern Ihre Performance gewaltig. Aber wenn Sie einmal wissen, warum Sie bei dem einen oder anderen schlechten Trade überhaupt eingestiegen sind, können Sie diese Orders fast vollständig vermeiden. Wenn Sie weniger oder bessere Geschäfte machen, ist es auf jeden Fall besser, als das Prinzip "wünschen und hoffen".
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