Trader und stinkende Socken
Till Kleinlein in Devisen-Monitor
vom 13. Januar 2012, 08:30 Uhr
ENL5454
mit rückläufigen Risikoaufschlägen bei der Geldaufnahme Italiens und Spaniens bauten die Bullen ihre Gewinne aus. Den ganz großen Wurf konnten Dax und Euro dann aber doch nicht hinlegen, denn schwächer ausgefallene US-Konjunkturdaten - etwa mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - dämpften die Euphorie. Nachbörslich wurden dann aber beide wieder nach oben gezogen, da sich der Dow Jones aus der Verlustzone befreien konnte. Der Euro hat sich also wieder den Aktienmärkten angeschlossen und nimmt deren Stimmungsschwankungen an. Sobald also die Risikobereitschaft der Anleger steigt, macht sich das auch positiv beim Euro bemerkbar. Dieser Gleichlauf war einige Handelstage unterbrochen.
Nach den jüngsten Aufschlägen könnten heute Anleger vermehrt an Gewinnmitnahmen denken. An einem Freitag ist dies häufig zu beobachten, schließlich kann am Wochenende viel passieren und damit der Wind an den Finanzmärkten wieder drehen. Außerdem sind nicht wenige der Marktakteure abergläubisch und heute ist Freitag der 13. Sie glauben nicht, welche Ticks manche Trader im Laufe der Zeit annehmen und etwa Teil des Tagesablaufes werden. Vieles dabei hat auch mit Aberglauben zu tun, ist aber generell unschädlich, aber manchmal wird eben auch übertrieben. So kenne ich einen Trader, der seine Socken solange trägt, bis eine Gewinnserie reißt. Ich wünsche ihm daher immer stinkende Socken. Würde ich so vergehen, dann hätte ich erst heute im neuen Jahr wieder frische Socken überstreifen dürfen.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,44% |
| Dow Jones: | +0,17% |
| EuroStoxx50 | +0,27% |
| EUR/USD: | +0,42% |
| Gold: | +0,52% |
| Silber: | +0,77% |
| Öl (Sorte Brent): | +0,18% |