Top-Bohrergebnisse sind die Basis des Erfolgs Ihres Explorers
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 24. Juni 2008, 17:00 Uhr
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Liebe Leserin, lieber Leser,
wir haben unseren kleinen Explorer nun schon von der ersten Idee bis zu einer konkreten Ressourcenschätzung begleitet. Bevor wir seinen weiteren Weg verfolgen werden, müssen wir jedoch erst einmal einige Brocken Fachchinesisch" klären, damit Sie auch immer verstehen, wovon ich eigentlich schreibe.
Die Bohrergebnisse werden akribisch dokumentiert
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass der Explorer Bohrungen auf seinem Projekt durchführt. Deren Ergebnisse sind so wichtig für die weitere Entwicklung, dass sie genau in einem unabhängigen Labor analysiert werden. Dazu wird das Material aus dem Bohrloch akribisch dokumentiert. Je nachdem, um was für eine Bohrung es sich handelt, werden die gewonnenen Gesteinsteile oder auch ganze Bohrkerne an das Labor eingeschickt und dort mit modernen massenspektrometrischen Verfahren untersucht.
Bei einigen Rohstoffen kommt es auf jedes Milligramm an
Bei den gewonnenen Ergebnissen kommt es auf jedes Teilchen des gefundenen Rohstoffs an. Je nach Material erhält der Explorer dann das Ergebnis in den Einheiten g/t (Gramm je Tonne) bei besonders hochwertigen Erzen wie den Edelmetallen oder in Prozent bei Industriemetallen oder anderen Massenrohstoffen ausgewiesen. Seltener (vor allem bei australischen Firmen) finden Sie auch Angaben in ppm (parts per million, Teilen pro Million Einheiten) oder ppb (parts per billion, Teilen pro Milliarde). Öl und Gas lassen wir erst einmal beiseite, da der Nachweis hier anders funktioniert.
Deutsche Anleger werden für Rohstoff-Unternehmen immer wichtiger
Diese Ergebnisse aus dem Labor müssen nach den modernen Börsenstandards sofort nach Erhalt den Anlegern mitgeteilt werden. Dazu werden Pressemitteilungen verschickt, die Sie von den Firmen selbst abonnieren können oder auf den großen Aktienportalen wie z.B. Yahoo finden. Da die meisten Firmen aus dem englischsprachigen Bereich kommen, sind diese normalerweise auf Englisch abgefasst. In jüngster Zeit gehen aber auch immer mehr Unternehmen dazu über, sie ins Deutsche übersetzen zu lassen, da Deutschland ein zunehmend wichtiger Markt für die Anlage in Rohstoffaktien ist. Diese übersetzten Meldungen finden Sie z.B. auf der Seite der Comdirect-Bank, aber auch auf einigen Unternehmens-Homepages von Rohstoffaktien, bei denen es bereits deutsche Unterseiten gibt.
Spektakuläre Entdeckungen werden schwieriger
Je nach Rohstoff sind die Gehalte im Erz sehr unterschiedlich, ab denen die Anleger hellhörig werden. Bei besonders wertvollen Materialien wie einigen Platingruppenmetallen sind das bereits weniger als 1 g/t, bei Massenrohstoffen wie z.B. Eisen müssen es schon höhere zweistellige Prozentwerte sein. Dabei sinken seit einigen Jahren aus zwei Gründen die Werte der Rohstoffe, ab denen es interessant wird: Einerseits werden die Verarbeitungsmethoden der Bergwerke immer moderner, sodass sie mit geringeren Gehalten bereits Geld verdienen können. Andererseits sind die meisten wirklich spektakulären Lagerstätten bereits in der Ausbeutung oder schon erschöpft. Daher bleibt den Firmen nichts anderes übrig, als sich auch mit niedriggradigeren Vorkommen zu beschäftigen, die teurer abzubauen sind. Eine Entwicklung, die für uns Investoren positiv ist, denn sie stützt die Preise der Rohstoffe nachhaltig.
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