Tom Firley ist zurück
Tom Firley in Investors Daily Update
vom 9. September 2009, 10:30 Uhr
Hallo, liebe Leser,
auch wenn man es zu Beginn eines Urlaubs kaum glauben mag: Die Tage gehen rasend schnell vorbei und kaum tritt so etwas wie ein Erholungsfaktor ein, befindet man sich schon wieder auf dem Rückflug. Und eines hätte ich in dieser Intensität nicht erwartet:
Die Tage ohne ständige Börseninformationen sind, gelinde gesagt, eher seltsam. Natürlich konnte ich mich via Fernsehen und Internet auf dem Laufenden halten. Aber es ist doch etwas anderes, vor seinem PC mit den entsprechenden Systemen und Einstellungen zu sitzen. Möglicherweise bin ich da etwas altmodisch. Andreas Wolf beispielsweise, der mich in den letzten Wochen hervorragend vertreten hat (Vielen Dank dafür an dieser Stelle), braucht nur seinen Labtop und schreibt seine Texte und Analysen von jedem Ort der Welt. Momentan zum Beispiel befindet er sich in den USA und hat den oberen Text zum Dow Jones quasi "vor Ort" verfasst (allerdings mitten in der Nacht, Herr Wolf ist wohl noch ein Stück börsenbesessener als ich...).
Was ist unterm Strich in den letzten Tagen passiert?
Vor meiner Reise stand der Dax bei 5.231 Punkten, heute liegt er bei etwa 5.464 Zählern... ein Plus von 4,5 Prozent.
Der Dow Jones Industrial lag damals bei 9.279 Punkten, aktuell bei 9.497... ein Plus von 2,35 Prozent.
Die Weltbörsen haben uns also den Gefallen getan, sich nicht bahnbrechend in eine Richtung zu bewegen und wir können da weitermachen, wo wir vor meinem Kurz-Trip aufgehört haben: Mit Charttechnik und - möglichst kritischen - Hintergrundberichten. Momentan sieht es ja Berichten, Statistiken und seitens der Politik zufolge ja so aus, als ob in Deutschland die Krise überwunden sei. Gleich im ersten Beitrag möchte ich ja nicht die Stimmung vermiesen: Aber mitten im Wahlkampf würde mich eine andere Aussagen (oder Auslegung der Zahlen) seitens der Parteien auch verwundern... (es sei denn, die Schuld kann von Partei A nach Partei B weiter gegeben werden...). Aber eines kann ich mit Bestimmtheit nach meinem Aufenthalt in Griechenland sagen:
Natürlich scheint und ist unser "System" sehr reguliert und natürlich zahlen wir hohe Steuern. Doch glauben sie mir: Uns geht es grundsätzlich gut und für jedes Problemchen gibt es in Deutschland eine entsprechende Anlaufstelle. Das ist (noch) nicht in jedem Land in Europa so...
Heute abend im Investors Daily und morgen hier im "update" mehr hierzu. Jetzt muss ich erst einmal unzählige Mails beantworten.
Viel Erfolg an der Börse, freue mich sehr, weiter für Sie schreiben zu dürfen.
Tom Firley
PS: Besonders interessant war natürlich der Goldausflug über die 1000-Dollar-Marke. Miriam Kraus hat hierzu gestern im Investors Daily einen besonders lesenwerten Beitrag verfasst: Gold über 1.000 USD