Thema der Woche: EU-Ratspräsident warnt vor EU-Zusammenbruch
Cindy Bach in Insider Daily
vom 18. November 2010, 14:30 Uhr
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Angesichts der Schuldenkrise in Irland, Portugal und Griechenland hat EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy vor dem Zerbrechen des Euro-Raums und damit der EU gewarnt. "Wir sind mit einer Krise konfrontiert, in der es um unser Überleben geht", wird Van Rompuy in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert. "Wir müssen alle zusammenarbeiten, um das Überleben des Euro-Raums zu sichern", fügte er hinzu. "Wenn der Euro-Raum nicht überlebt, wird auch die Europäische Union nicht überleben." Zugleich sagte Van Rompuy: „Ich vertraue aber darauf, dass wir dies gemeinsam meistern."
Die Krise in Europa geht aktuell in eine neue Runde, weil die Schuldenstände von Staaten wie Irland, Portugal und Griechenland nach wie vor auf Rekordhöhe sind. Doch während Irland auf Hilfen aus IWF und EU-Topf zunächst verzichten wollte, nun aber doch darüber nachdenkt, will Griechenland absolut gern welches, und wie heute in Brüssel beschlossen wurde, kommt die nächste Tranche im Januar, obwohl Griechenland die Vorgaben, welche von der EU im Gegenzug der EU-Hilfen gemacht wurden, nicht einhalten konnte. Und Die EU-Finanzminister betonten bei ihrem gestrigen Treffen, dass es wohl auch keine Alternative zu einer Rettung Irlands gebe. Auch Finanzminister Josef Pröll setzte sich dafür ein, dass Irland Hilfe aus dem 750 Mrd. Euro schweren Hilfsfonds in Anspruch nehmen soll.
Was sagen Sie: Ist der Euro-Raum noch zu retten? Oder wird die Währungsunion scheitern? Schreiben Sie mir bitte Ihre Meinung zum "Thema der Woche".
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von thor (18.11. 2010 15:52 Uhr):
Ja genau,Grichenland erfuellt nicht die Vorgaben,bekommt aber eine zweite Tranche. Das spornt viele andere PIIGS & Co nachfolger an.Aber der Deutsche Michel Treu,(dumm) und ehrlich laesst sich das alles gefallen,ist ja auch voellig abstrakt fuer ihn.....also demonstrieren,dort wo es halt ,,Trendy,, ist,Stuttgart 21 ist das beste beispiel! Weiter so Deutschland,Land der Pappnasen und angepassten ;-)
Antworten - Kommentar von lothar meckel (18.11. 2010 16:17 Uhr):
ist der eu-zusammenbruch noch zu retten? eindeutig JA! weshalb haben staaten, die über ihre verhältnisse leben, in der eu NARRENFREIHEIT? welcher politiker klärt uns hier auf? ein unternehmen das sich so verhalten würde ginge unweigerlich in die insolvents oder in den konkurs. das grundübel sind regierungen die um wahlen zu gewinnen skruppelos wahlgeschenke verteilen. hier müssen wir ansetzen, hier sollten strenge, juristische massnahmen ergriffen werden um diesen wahlgeschenkeinflüsterern das handwerk zu legen. wir fühlen uns global wirtschaftlich erfolgreich aber die politik ( wo sehe ich hier die intelligenz?) regiert nur um ihre posten dauerhaft zu sichern. sie geht mit den lobbyisten - still und heimlich- den weg, der ausschliesslich nur dem wohle der wirtschaft dient. nicht der bevölkerung. nun zurück zur eu. wurde in eu staaten wie griechenland, portugal und irland schlecht gewirtschaftet, so muss logischerweise das land in die zahlungsunfähigkeit gehen. deutschland darf keinesfalls weiter deren schuldenpolitik unterstützen. lothar meckel
Antworten - Kommentar von kai becker (18.11. 2010 17:25 Uhr):
"Besser ein Ende mit Schrecken..." Der Euro war von Anfang an dazu erdacht, die Deutschen auszupluendern und - das war vor allem das Ziel Frankreichs - damit deren wirtschaftliche Dominanz zu verhindern; das ging nach hinten los. Wenn unsre Politiker ihren Amtseid ernst nehmen wuerden (das mit dem "Wohl des deutschen Volkes"...), gaebe es nur eins: Raus aus dem Irrsinn. Aber da Wirtschaft und Finanzindustrie die einzigen sind und waren, die von "Europa" wirklich profitiert haben, gehts wohl weiter abwaerts ...
Antworten - Kommentar von Dr Klaus Landfried (18.11. 2010 17:48 Uhr):
Es liegt in unser aller Interesse, dass es goerdnet weiter geht. Luxemburgs MP JC Juncker hat am Montag bei der Auszeichnung Dr.Ackermanns als "Banker of the year 2009" die Wege in der ihm eigenen ruhigen Weise skizziert. Entgegen dem Medienrummel geht es ja nicht um die irischen Staatsfinanzen, sondern um die irischen Banken. Die brauchen Gled, um in mittlerer Frist ihre durch Bank-Manager-Geldgier hochkreditierte Immobilien- und Konsumblase, die kaum mit echten Werten unterlegt war und ist, einigermaßen verträglich abschreiben zu können. Leider haben auch deutsche Banken ihren irischen Kollegen/Wettbewerbern zuviel Geld geliehen, das jetzt bedroht ist. Daher ist es auch recht und billig, wenn Hilfen an Irland, also an irische Banken auch von den Gläubigerbanken mitgetragen werden, in etwa zu 50%. Das ist noch zumutbar und nur ein Warnschuss, es künftig nicht mehr zu übertreiben. Aus steuerfinanziertem EU-Fonds allein darf jedenfalls die irische Krise nicht bezahlt werden.
Antworten - Kommentar von xxxx (19.11. 2010 10:53 Uhr):
Man sollte die Griechen aus dem Euro Land werfen. Ein Land welches seit Jahren im fälschen von Bilanzen Meister ist, hat es nicht verdient von der Euro Gemeinschaft gestützt zu werden. Ausserdem gibt es keine Aussichten auf Besserung. Es schürrt nur die Hoffnung im Notfall sich immer auf die anderen zu verlassen und keine eigenen Anstrengungen zu unternehmen um aus der Misere zu gelangen.
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- Kommentar von Hans (21.11. 2010 21:15 Uhr):
Das wars, Game Over. Der Euro ist faktisch Geschichte und die EU.Finanzprobleme und der Aufstieg der neuen Rechten, das ist zuviel. Ich gebe dem Spiel noch 2-3Jahre und dann fällt das Zeug wie die Mauer zusammen. Ausser ihr EU-Bürger zahlt weiter fleissig Steuern. Wenn ich lese das ihr 22% MWST zahlt und 50% eures Einkommens abgebt, so frage ich mich wie blöd der Deutschen Michel ist??? Gruss ein Schweizer
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