Terror in Deutschland
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 21. August 2006 19:00 Uhr
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Jetzt ist der Terror also auch in Deutschland angekommen. Nur das er im Gegensatz zu den USA, England oder Spanien seine Einreise (zum Glück) nicht mit einem blutigen Anschlag begann. Sie wissen, wovon ich rede: Am Samstagmorgen wurde in Kiel der dringend tatverdächtige Bombenleger Youssuf M. verhaftet. Er soll einer der Drahtzieher hinter den beiden gescheiterten Bombenanschlägen auf Regionalverkehrszüge im Juli sein.
Das Erschreckende daran: Die Bomben wurden entgegen ursprünglichen Angaben tatsächlich gezündet und explodierten nur aufgrund eines Konstruktionsfehlers nicht. Da haben Hunderte von Menschen fraglos richtig Glück gehabt. Leider muss uns allen klar sein, dass dieses Glück irgendwann auslaufen wird.
Zusammen mit dem in London vereitelten Terroranschlag auf amerikanische Fluglinien ist offensichtlich: Der Terror ist so lebendig wie je zuvor. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es einen oder mehrere neue schreckliche Terroranschläge geben wird. Die Ereignisse von Kiel und London bilden nun die Basis für eine neue Stufe der Sicherheitsüberprüfungen an Flughäfen und Bahnhöfen.
Wir haben bei Taipan sofort in einer langen Telefonkonferenz analysiert, welche Auswirkungen diese neuen Entwicklungen haben werden – und welche Unternehmen davon profitieren werden. Denn die Folgen für den Flugverkehr sind unübersehbar. Das bietet Investoren, die schnell reagieren und weitsichtig denken interessante Chancen. Die direkten Profiteure des vereitelten Anschlags sind natürlich Sicherheitsunternehmen, die zum Beispiel Detektionssysteme für Sprengstoffe und Überwachungssysteme entwickeln. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Aufstieg dieser Branche nach Anschlägen nur von kurzfristiger Natur ist.