Techem-Übernahme: 58 Euro je Aktie – da könnte noch was drin sein
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 22. Oktober 2007 17:00 Uhr
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Lieber Leser,
die Börsenampel steht auf Rot: Wegen erneuter Befürchtungen und Ängste im Zusammenhang mit der Finanzkrise drücken heute viele Anleger und Investoren den Verkaufsknopf. Die Nervosität und Unsicherheit ist offensichtlich: So sind im MDAX aktuell 43 der 50 Mitglieder im Verlust. Im SDAX liegen sogar 46 der 50 Indexmitglieder hinten. Im TecDAX werden heute vor allem die Solarwerte Q-Cells, Solon und Solarworld zerpflückt. Aber das sind wohl eher Gewinnmitnahmen. Q-Cells beispielsweise legte in den letzten 2 Monaten einen phantastischen Lauf hin, der Kurs kletterte dabei um rund 50 Prozent.
Insgesamt sind die Verliererlisten aber wirklich fast endlos lang und frustrierend. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber mich nervt dieses ewige „Finanzkrisenthema“! Bitte, bitte! Wann endlich ist Schluss damit und wann erleben wir wieder für ein paar Monate einen schönen Aufwind am Markt? Santa Claus wird’s hoffentlich spätestens mit einer schönen Jahresendrallye wieder ins Lot bringen.
Immerhin gibt es ein paar Anleger, bei denen heute trotz schwacher Börse die Sekt- und Champagnerkorken knallen. Konkret bei Techem (WKN 547160). Die Aktie des Energiedienstleisters geht regelrecht durch die Decke. 17 Prozent liegt der Wert im Moment im Gewinn. Zwischenzeitlich lag das Tagesplus sogar schon bei 18,6 Prozent. Der Grund für den phantastischen Kurssprung: Die australische Bank Macquarie bietet 58 Euro für jede Techem-Aktie.
Die aktuelle Offerte der Australier für den Eschborner Wohnungsdienstleister, der in 8 Millionen Haushalten unter anderem den Energieverbrauch ermittelt, ist allerdings nicht das erste Angebot. Anfang des Jahres wollten die Banker 55 Euro für das Papier bezahlen, davor waren es 44 Euro. Damals wollte Macquarie noch 70 Prozent der Techem-Anteile einsammeln.
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