Südosteuropa im Sog der PIIGS-Krise
Profit Radar
vom 19. Januar 2011, 19:00 Uhr
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Als Grund reicht schon ein Blick aus Südosteuropa nach Westen: Nach Griechenland. Im Zuge der PIIGS-Krise haben Anleger einen meilenweiten Bogen um Südosteuropa gemacht. Das Ergebnis: Während der russische Aktienmarkt im letzten Jahr um 21,9Prozent anstieg und der CECE-Index für Zentralosteuropa um 12,1 Prozent zulegte, verlor der SETX-Index für Südosteuropa sogar 6,1 Prozent.
Aber genau darin bietet sich spekulativen Anleger eine spannende Kaufchance. Denn die Wachstumsstory in Südosteuropa ist keineswegs vorbei. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass 2011 das Tal der Tränen durchschritten wird und die Region dann wieder auf Wachstumskurs schwenkt.
So soll das Wirtschaftswachstum von Rumänien, dem Flaggschiff der Region, von 1,5% in 2011 auf 4,4% in 2012 ansteigen. Bulgariens Wirtschaftswachstum soll ebenfalls von 2,0% in 2011 auf 4,0% im kommenden Jahr verdoppeln.
Die Wirtschaft von Kroatien, einem der nächsten EU-Betrittskandidaten, soll sich nach 1,6% in diesem Jahr auf gut 3,0 Prozent einpendeln. Länder wie Serbien, das größte Land des ehemaligen Jugoslawiens, oder Bosnien und Herzegowina dürften ab 2012 schon wieder jeweils um 5,0% pro Jahr wachsen.
Zum Vergleich: Die Wirtschaften von Polen, Tschechien und Ungarn sollen in den kommenden Jahren im Schnitt lediglich um gut 3,5 Prozent pro Jahr wachsen. Die wirkliche Wachstumsstory findet also ab nächstem Jahr wieder in Südosteuropa statt, das in seiner Entwicklung gut 5 Jahre hinter Zentralosteuropa zurück liegt.
Deshalb positionieren wir die Taipan-Leser mit einer konservativen Empfehlung in der kommenden Taipan-Sonderausgabe schon jetzt - bevor die Masse der Anleger auf dieses Comeback aufmerksam wird. Denn wie bei allen jungen Schwellenländern ist die Anlage in Südosteuropa nicht so einfach. Chancen und Risiken müssen von interessierten Anlegern genau abgewogen werden.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Grasmann (23.07. 2011 02:30 Uhr):
Hallo liebe Leser, ich kann den deutschen Steuerzahler nicht verstehen. Kein Mensch (außer Frau Merkel und Co.) glaubt an die Wichtigkeit von Griechenland. Ein Faß ohne Boden, gutes Geld schlechtem nachgeworfen. Der deutsche Steuerzahler schaut zu, gibt geduldig sein Geld um total unfähige Finanzakrobaten zu immer verrückteren Maßnahmen zu verhelfen. Alle sagen, man dürfe Griechenland nicht fallen lassen, der EURO sei in Gefahr usw. Niemand erklärt warum. Einer quasselt nach was die Medien schreiben, und die Medien schreiben was die Politiker so nach diesen wichtigen Meetings der Presse mitteilen. Keiner überlegt mehr. Was glauben diese Häuptlinge denn was Spanien und Italien machen werden. Wenn man Geld bekommt das man nicht zurückzahlen muß werden diese Länder sich wohl auch bald melden. Kan man keinem verdenken. Deutsche Steuerzahler schnallt den Gürtel enger, die Kosten werden steigen, so wie die Diäten der Bundestagsabgeorneten. Herzliche Grüße Gerhard Grasmann
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