Südfrika: Trotz Fußball-Fieber sollten Sie das Land meiden
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 7. Dezember 2009, 19:00 Uhr
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Wenn Sie Fußball-Fan sind, konnten Sie diesen Freitag mitfiebern. Denn in Kapstadt wurden für die Fußball-WM 2010 in Südafrika die Spielgruppen ausgelost. Doch hat Südafrika mit der WM im eigenen Land überhaupt das große Los gezogen. Zumindest gab es jede Menge Skeptiker, die den Südafrikanern nicht zutrauten, ein sportliches Großereignis zu stemmen.
Wenn man die Börse als Indikator nimmt, sähe es für die WM im nächsten Jahr in der Tat nicht nach einem erneuten Sommermärchen aus. Denn der Leitindex der südafrikanischen Börse, der JSE Africa All Share, ist im letzten Jahr im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise von über 33.000 Punkte auf unter 18.000 abgestürzt.
Von diesem Absturz hat sich die Johannesburger Börse wieder gut erholt. Allerdings muss man dies als relativ gut bezeichnen. Denn mit rund 28% seit Jahresanfang ist die Johannesburger Börse nur ein paar Punkte besser als der Dax. Wenn man die Schwellenländer als Vergleich nimmt, dann hat Südafrika in diesem Jahr deutlich unterproportional abgeschnitten.
Erstaunlich ist das im Vergleich zu anderen Schwellenländern schlechte Abschneiden Südafrika auch, weil sich der Goldpreis auf einem Rekordniveau befindet. Die von Goldminen-Aktien dominierte Johannesburger Börse konnte vom gestiegenen Goldpreis nicht profitieren. Hier spielen vielmehr hausgemachte Probleme eine Rolle.