Sturmschäden

in DAX Daily
vom


den gestrigen Handelstag kann man als Erleichterungsrally über die vergleichsweise glimpflichen Hurrikanschäden in den USA werten. Vor allem Versicherungstitel waren wieder gefragt. Allerdings dürfte es jetzt auch noch viel zu früh sein, diese Schäden einzuschätzen. Einen Wirbelsturm jedoch als eine Art „zwangsweises Konjunkturprogramm" zu betrachten, dessen Wiederaufbau gut für die Wirtschaft sein könne, ist eine sehr ambitionierte Vorstellung, die ich gestern von einigen Analysten hörte. Dann bräuchte man ja nur die eine oder andere Großstadt plattwalzen, nur um sie nachher wieder aufzubauen. Ich glaube kaum, dass irgend jemand nach der Zerstörung seines Hauses oder Arbeitsplatzes besser dasteht als vorher.


Interessant werden die Auswirkungen des Mega-Sturmes auf die amerikanischen Wirtschaftsdaten der nächsten Zeit sein. Die Arbeitslosenanträge werden wahrscheinlich nächste Woche ansteigen, da viele Arbeitsplätze teilweise verwaist bleiben. Auch die Industrieproduktion in der letzten Augustwoche dürfte sinken. Immerhin dürfte es aber im vierten Quartal einen vorübergehend positiven Einfluss auf das Wachstum des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes durch den Wiederaufbau geben. Ein Aufschwung wird allerdings nicht daraus werden. Bestenfalls ein Auswetzen der aktuellen Delle.

Die laufende Handelswoche hält übrigens noch einige interessante Wirtschaftsdaten bereit. Während heute lediglich Daten zum Verbrauchervertrauen und zum US-Hauspreisindex gemeldet werden, warten morgen die ADP-Arbeitsmarktdaten, am Donnerstag der ISM-Index und am Freitag die staatlichen Arbeitsmarktdaten. Es dürfte eine turbulente Woche werden. Vor allem, wenn die Daten in der einen oder anderen Richtung Überraschungen enthalten.

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von
Henrik Voigt
Henrik Voigt

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Kommentar von Werner Bläser

Dax-KBV von 1 liegt laut CoBa-Research bei etwa 5100. Auch die US-Indices, obwohl jetzt bei ihrem Stand vom Januar 2011, sind nicht teuer. S&P scheint das letzte markante Erholungshoch 1204 knacken zu wollen. Alles hängt davon ab, wie die Wirtschaftsdaten ausfallen. Jeder erwartet eine Rezession, die Dax-Kurse sind entsprechend. Liefern die Daten keine Rezession, dann Gnade Gott den Shorties!

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