Stromausfälle in den USA? Teil 2 von 2
Byron W. King in Traders Daily
vom 1. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Blickt man zurück, dann haben es die amerikanischen Stromversorger doch geschafft, den Strom wieder laufen zu lassen, nicht wahr? Und die Experten haben den Ursprung des Problems doch untersucht, oder nicht? Die Leute, die alles über Stromnetze wissen, haben das Problem gelöst, oder? Es wird doch nicht wieder passieren? Und das amerikanische Stromnetz hat doch noch viel Kapazität bei der Energieerzeugung, oder? Und dann gibt es noch viele Möglichkeiten, die Energie von einer Region in eine andere zu leiten, oder?
Nein, so ist nicht.
Ich habe eine privat finanzierte Präsentation über die amerikanische Energiepolitik besucht. Der Hauptredner war ein Mitglied des Lehrkörpers der Carnegie Mellon Universität. Dieser Typ befasst sich seit 40 Jahren und mehr mit Elektrizität. Er hat Berichte für die National Academy of Sciences. Wenn die Leute bei der amerikanischen Energiebehörde eine Frage zur Elektrizität haben, dann rufen sie diesen Professor der Carnegie Mellon Universität an.
Die Nachrichten sind nicht gut. Im Jahr 2007 gab es fast 144 neue Kohlekraftwerke auf den Zeichenbrettern der amerikanischen Energieversorger. Aber, sagte der Professor, „davon wird vermutlich kein einziges gebaut."
Und tatsächlich: „Die Elektrizitätsindustrie befindet sich in den Vereinigten Staaten in einem miserablen Zustand", sagte er. Man kann also damit rechnen, dass lokale und regionale Stromausfälle in den folgenden fünf Jahren zu verbreiteten Vorfällen werden. Aber die ersten vereinzelten Fälle von Spannungs- und Stromausfällen werden uns schon viel früher treffen."
Warum gibt es eine so düstere Prognose? Weil die Deregulierung der 1990er verpfuscht war. Laut dem Elektrizitätsexperten der SMU hat die verfälschte Deregulierung „Investitionen verzögert, die Preise angehoben und zu immer mehr Unsicherheit geführt." Und jetzt wollen wenige Versorger oder ihre Geschäftsführer politische, regulatorische, technische oder finanzielle Risiken eingehen. Daher ist der gesamte, langfristige Planungszyklus zum Erliegen gekommen.
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