Stress Tests und leichte Risikoaversion: EUR kann Gewinne nicht halten
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 6. Mai 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
kurzfristig scheint der Markt nun doch ein wenig auf die US-Banken-Stress-Tests zu reagieren. Für morgen stehen die Ergebnisse zur Veröffentlichung an. Man erwartet, dass etwa 10 Banken mehr Kapital benötigen werden. Allein die Bank of America soll möglicherweise bis zu 34 Milliarden US-Dollar benötigen.
Ein Umfeld also, welches wieder auf wachsende Risikoaversion hindeutet. Dies ist tatsächlich auch der Fall und so haben USD und JPY auch Unterstützung erhalten.
EUR/USD fiel von 1,3440 gestern bis auf 1,3250 heute Morgen. EUR/JPY fiel von 132,80 gestern bis auf 129,99 heute Morgen.
Doch es scheint als sei diese Bewegung zunächst nur von kurzer Dauer gewesen. Offenbar wird das Marktgeschehen zunächst vornehmlich von kurzfristig orientierten Marktteilnehmern bestimmt.
Trotz der negativen Nachrichten der Stress Tests, scheint sich für eine längerfristige Überlegung eher eine verhalte übergeordnete Orientierung herauszukristallisieren. Es scheint als würden die Märkte mit Ausnahme der kurzfristig orientierten Teilnehmer, welche temporär das Marktgeschehen bestimmt haben, nicht mehr pauschal auf alle schlechten News reagieren. Stattdessen versuchen die Marktteilnehmer offenbar übergeordnet den Fokus auf die gesamtwirtschaftlichen Indikatoren zu richten. Aktuell ist also der Optimismus, oder die Hoffnung auf eine baldige Erholung wohl noch nicht abgeschrieben.
EUR/JPY konnte von seinem Tief heute Morgen wieder zu einer leichten Erholung ansetzen und notiert aktuell bei 130,85. Nach wie vor halte ich EUR/JPY für unterbewertet. Doch nach wie vor ist EUR/JPY nicht vor weiterem Druck gefeit. Bei 129,70 sollte sich allerdings ein erster Widerstand einstellen.
Quelle: CFX-Broker
EUR/USD notiert aktuell bei 1,3318. Da EUR/USD Notierungen über 1,3400 noch nicht halten konnte und im Moment noch keine Richtung vorherrschend ist, gehe ich zunächst davon aus, dass sich EUR/USD vorerst in einer Range zwischen 1,3220 und 1,3500 bewegen könnte.
Quelle: CFX-Broker
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