Strategien für die Trading-Range - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 25. Oktober 2006 17:00 Uhr
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Sie können so eine Seitwärtsbewegung auf verschiedene Arten nutzen:
Strategie 1: Einstieg am unteren Rand der Trading-Range und Ausstieg, wenn die Aktie oder der Index die obere Begrenzung erreicht hat.
Strategie 2: Auch oben können Sie verdienen und vom erwarteten Kursrückgang profitieren. Sie können nämlich am oberen Rand der Trading-Range beispielsweise eine Aktie „leer“ verkaufen. Dabei verkaufen Sie eine Aktie, die Sie gar nicht im Depot haben und bekommen den entsprechenden Kurs auf Ihrem Konto gut geschrieben. Fällt die Aktie wie erwartet, können Sie die „leer“ verkauften Aktien unten wieder billiger einkaufen. Die Differenz zwischen dem höheren Verkaufspreis und dem niedrigeren Rückkaufpreis ist dann Ihr Gewinn. Dieses Short-Selling wird von einigen Brokern, zum Beispiel Consors, angeboten.
Strategie 3: Sie können beide Strategien kombinieren: Erst unten kaufen, dann oben aussteigen und schließlich noch „leer“ verkaufen.
Strategie 4: Bei Indizes können Sie auf Bandbreitenoptionsscheine/-zertifikaten setzen. Das Derivat wird dabei um so teurer, je länger der Index in seiner jeweils definierten Trading-Range bleibt.
Strategie 5: Unten eine Put-Option, oben eine Call-Option verkaufen und jeweils die Optionsprämie verdienen. Auch wenn etwa 80 Prozent aller Optionen wertlos verfällt und der Verkäufer damit die Optionsprämie behalten kann, ist der Verkauf von Optionen zwar spannend, aber eine eigene Welt für sich und sehr risikant!
Unter anderem gibt es bei folgenden Aktien seit einiger Zeit eine Trading-Range mit aktuell spannendem Kursverlauf:
Beteiligungen im Baltikum AG (ISIN DE0005204200) – seit über einem Jahr etwa zwischen 4,30 und 5,50 Euro; Turbon AG (ISIN DE0007504508) – seit rund fünf Jahren zwischen etwa 5,50 und zehn Euro; UCA AG (ISIN DE0007012007) – seit etwa einem Jahr etwa zwischen 5,00 und 7,50 Euro.
Wenn Sie die Aktien unten billig einsammeln und der Kurs weiter innerhalb der Trading-Range bleibt, wird für Sie dann sogar der Seitwärtsmarkt profitabel.
Ihr
Georg Pröbstl