Stinkende Weltverbesserer - Teil 2
Bill Bonner, Kapitalschutz Akte vom 23.07.2010 07:30
ENL5292
Im ersten Teil berichtete ich über einen heißen Sommer, so wie wir ihn gerade sehen. Einen heißen Sommer des Jahres 1755.
Den ersten Teil beendete ich mit diesen beiden Abschnitten:
"William Shirley, ein königlicher Gesandter aus Massachusetts, führte eine Gruppe von Spekulanten an, die darauf hofften, Land in Akadien in die Finger zu bekommen, schreibt William Fowler im International Herald Tribune. (Nachdem ich verschiedene Sommer in Nova Scotia verbracht habe, muss ich davon ausgehen, dass er es nie gesehen hat.)"
Shirley verbündete sich mit den Engländern in Nova Scotia, darunter auch der Leutnant Charles Lawrence, Jonathan Belcher, der oberste Richter der Kolonie, sowie der Armeeoffizier Robert Monckton und John Winslow von der Bürgerwehr aus Massachusetts."
Wie ging es nun weiter?
Dazu schreibt der Historiker Fowler:
Am Morgen des 6. August 1755", schreibt Fowler, bestellte Monckton Wilson in sein Hauptquartier in Fort Cumberland in der Nähe des nördlichen Endes der Fundybucht. Er erzählte Winslows Leuten, dass er die Absicht habe, alle männlichen Akadier ins Fort zu bestellen. Wenn sie einmal drin seien, sollten Winslows Leute sie umzingeln und einsperren. Ohne zu wissen, was sie erwarten würde, kamen am Sonntag den 10. August mehr als 400 Männer ins Fort. Sobald sie eingesperrt waren, wurden Boten zu den Familien geschickt, sie sollten sich im Fort melden, damit die Männer nicht leiden würden. Diejenigen, die versuchten zu fliehen, würde man verfolgen und töten."
Wenn die Regierung einem sagt, dass man etwas tun soll", sagte ein Nachbar in Frankreich zu mir - vielleicht hat er das von einem akadischen Vorfahren, der entkommen konnte, dann ist es im allgemeinen eine gute Idee, genau das Gegenteil davon zu tun." In unserem Fall wurden Tausende Akadier eingefangen und verschifft. Viele von ihnen endeten in Louisiana. Ungefähr 10.000 wurden getötet.
Nachdem die Franzosen aus dem Weg waren, war es an den Weltverbesserern und den Eigentumsspekulanten, ihren nächsten Schritt zu tun. In Boston, New York und Philadelphia berichtete man den Leuten von den günstigen Gelegenheiten, das Land, das von den Franzosen zurückgelassen wurde, zu bevölkern und zu bebauen." Mehr als 10.000 Amerikaner gingen in den Norden, und meldeten ihre Ansprüche an den gestohlenen Gütern an.
Das dicke Ende kommt erst noch!
Griechenland war nur die Blaupause für weitere Bankrotte mitten in der EU. Das Problem:
Deutsche Banken sind Hauptgläubiger in Griechenland! Darunter so „solide" Adressen wie die Hypo Real Estate (!) und mehrere Landesbanken.
Das nächste Land hat bislang noch keiner auf dem Radar (kein PIIGS-Land!). Obwohl seine Staatsanleihen „auf einem Bett aus Nitroglycerin" ruhen.
Griechenland war nur das Vorspiel. Klicken Sie hier.ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (23.07. 2010 07:44 Uhr):
Goldman Sachs macht das viel eleganter mit den deutschen Banken
Antworten - Kommentar von Dr Robert BURIAN (23.07. 2010 12:25 Uhr):
Auch wenn Bill BONNER's Prognosen öfters nicht eintreffen, sind seine historischen Exkurse doch immer interessant und in einem durchaus lesbaren Stil geschrieben.
Antworten - Kommentar von Joachim Mueller (24.07. 2010 07:29 Uhr):
Die Geschichte zeigt zum einen, wie niedrig menschliche Triebe sind. Zum anderen zeigt sie auf welchem Fundament die USA gebaut sind. Kein Wunder, dass die USA nicht gerade als Musterknabe gelten. Die Agressivitaet der Eroberer setzt sich bis zum heutigen Tag fort und liefert den Terroristen Gruende frei Haus. Ich kenne die USA als das Land der unbegrenzten Unmoeglichkeiten und der unbegrenzten Gegensaetze. Als ein Mensch, der Konsens bevorzugt sehe ich die USA als ein wenig attraktives Land. Der Goldrausch ist vorbei und die USA haben nichts mehr zu bieten.
Antworten - Kommentar von Werner Mödl (26.07. 2010 09:16 Uhr):
In all den Jahrhunderten hat sich am Verhalten der Bevölkerung der jetzigen USA nichts geändert: sie können nur stehlen, plündern und morden. Mittlerweile in globaler Dimension. Eher bildet ein Joghurt eine Kultur aus als die "Amis"........
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